Friede!
Danke für deinen lieben Brief und für die neuen und alten Abonnements sowie deren Bezahlung für das Jahr 1935.
Deine Frau war ja in Oslo; sie hat dir bestimmt von den Versammlungen erzählt. Am Mittwoch kam Br. Aslaksen nicht; aber wir hatten eine gute Versammlung. Sein kleiner Sohn Sigurd ist nämlich am Dienstagabend zu Gott heimgegangen. Es war eine Lungenentzündung. Aksel und Elihu sind weiterhin in Nesbyen, wo es vielversprechend aussieht. Ich lege einen Brief von Aksel bei.
Heute habe ich nochmal mit Hellstrøm von der Druckerei über das Drucken von „Vier Stufen“ und „Im Glauben irregegangen“ gesprochen. Für das Drucken würde er etwa zwei Monate benötigen. „Vier Stufen“ würden auf ca. 600 Kronen kommen, und wegen „Im Glauben irregegangen“ soll ich nächsten Montag Bescheid bekommen. Ich blieb bei 3.000 Exemplaren von „Vier Stufen“ und fragte, was 1.000, 2.000 und 3.000 Exemplare von „Im Glauben irregegangen“ kosten würden.
Du bietest freundlicherweise an, diese Arbeit zu unterstützen. Wir haben bereits 6.000 Exemplare von „Vier Stufen“ verschickt, die ja die teureren sein werden. Ich weiß nicht, was „Im Glauben irregegangen“ kosten wird, aber es kann kaum mehr werden als ca. 800,00 Kr. insgesamt. Das werden wir ja später sehen. Ich habe dies im Gespräch mit Otto Baltzersen in Drøbak erwähnt, und er wollte dieses Vorhaben ebenfalls mit einem Darlehen unterstützen. Ich werde später darauf zurückkommen, wenn alles klappt. Aber ich wäre ja dankbar für ein zinsloses Darlehen für etwa die Hälfte der Auslagen. Selbstverständlich werde ich es baldmöglichst zurückzahlen, aber es kann einige Zeit dauern, bis alles zurückgezahlt ist, da ich ja in kleinen Beträgen von 25, 50 oder, wenn möglich, 100,00 Kr. zurückzahlen möchte – so wie es geht. Ich weiß es nicht, aber ich hoffe doch, dass der gesamte Betrag innerhalb von zwei, drei oder höchstens vier Jahren zurückgezahlt werden kann.
Nun kannst du entscheiden, wie du willst. Wir werden genauso gute Freunde sein, wenn du hier nicht dabei sein kannst oder willst. Aber ich schreibe es so, weil du dich so sehr dafür eingesetzt hast, dass wir mehr gedruckte Schriften unter die Leute bringen. „Vier Stufen“ und „Im Glauben irregegangen“ sind besonders gute Schriften, und es gibt wohl niemanden, der jetzt etwas Vergleichbares schreiben kann; denn es wurde etwa 1911 geschrieben, als Aksel gerade all das durchlebt und durchgekämpft hatte, daher ist es so frisch und lebendig.
Die Bücher sind ja ein Vorrat für mehrere Jahre, bis sie ausverkauft sind. Wir haben nach etwa 13 bis 14 Jahren noch Epheserbrief-Exemplare hier liegen. Nur wenn welche die Sache in die Hand nehmen, kommt Schwung in den Verkauf. Sara Widell verkauft jetzt ab und zu den Epheserbrief, den sie für 0,25 Kr. pro Stück bekommt, obwohl er mich in der Druckauflage ca. 0,52 Kr. pro Stück kostet. Aber ich kann es so machen, weil die Auflage bezahlt ist. Daher ist es wichtig, für die Bücher am Anfang einen angemessenen Preis zu verlangen, bis die Auflage bezahlt ist. Ich habe daher vor, für „Vier Stufen“ 0,75 Kr. zu verlangen. Für Weiterverkäufer billiger. Dazu kommt Porto, usw. Es wird ja trotzdem ein billiges Buch.
Grüße deine Familie und die Geschwister. Sei herzlich gegrüßt. Schreibe bald zurück, damit wir starten können, wenn es so sein soll.
Dein Br.
J. O. Smith