Die Neujahrskonferenz in Oslo
Es war eine der besten Konferenzen, die wir in Oslo erlebt haben. Es lag ein tiefer Ernst über allen. Es war, als ob sich jeder seiner Verantwortung bewusst war. Die große Erweckung, die von der Osterkonferenz, der Pfingstkonferenz und der Konferenz in Nesbyen an über die Versammlungen gegangen war, hatte alle geprägt. Wir verstanden, dass Gott ein großes Werk unter uns getan hatte. Viele Jugendliche waren anwesend, und mehrere von ihnen waren neubekehrt. Br. Løken kam aus Hallingdal mit vielen Geschwistern. Aus Fredrikstad, Sarpsborg, Horten, Drøbak und Hønefoss waren viele da – und dann alle Geschwister aus Oslo.
Über eine Sache wurden wir uns einig, und das von Herzen, und das war, dass wir Gott nun darum bitten werden, uns die Türen zu öffnen, damit diese gesegneten Wahrheiten von der Erlösung durch das Leben Christi auch für diejenigen offenbart werden können, die nur die Versöhnung durch seinen Tod kennen. Röm. 5, 10. Wir brauchen Erweckung nach außen, so wie wir sie nach innen bekommen haben. Jetzt wollen wir die Geschwister an jedem Ort bitten anzufangen, um offene Türen und Errettung für sein Volk und für Sünder zu beten. Viele aufrichtige Seelen sitzen gebunden in den Parteiungen und werden gut bewacht, sodass sie nicht freikommen. Nie hat Gott Parteiungen gebildet, das ist ein Werk des Teufels. Es sollen ein Hirte und eine Herde sein. Wir haben in ein und demselben Geist Zugang zum Vater, ob wir Juden oder Griechen sind. Gott erhört Gebete, und wir sollen beten. Dies muss uns ernst werden.
Es wurde von Eifer gesprochen, denn unser Gott ist ein eifernder Gott. Ebenso wurde davon gesprochen, zu ihm hinauszugehen aus dem Lager, Hebr. 13, und seine Schmach zu tragen. Jesus Christus wurde in den Tagen seines Fleisches geschmäht. Von ihm wurde gesagt: Seht, was für ein Mensch! Außerhalb des Lagers war der Aufenthaltsort für alle Unreinen. Siehe 5. Mos. 23, 10-13. Dort hinaus sollen wir ihm folgen; denn er wurde zu den Übeltätern gezählt, obwohl er reiner war als alle zusammen, die drinnen im Lager waren. Dies hat jedoch seine tiefere geistliche Bedeutung, auf die wir hier nicht näher eingehen können. Wir wollen Gott darum bitten, dass er für sein Volk, das in den Lagern ist, zu Ihm hinaus Türen auftut. Denn es ist gesegnet, dort draußen zu sein, und genau dort haben wir einen Altar, von dem zu essen kein Recht haben, die der Stiftshütte dienen. Hebr. 13, 10. Von dort aus haben wir Freiheit dazu, durch Christi Blut in das Heiligtum hineinzugehen. Aus der Schmach gehen wir hinein ins Heiligtum. Aber im Lager, in all den Parteiungen zu sein, ist keine Schmach. Daher gibt es auch von dort aus keinen Zugang zum Heiligtum – ohne zuerst zu ihm hinauszugehen – aus dem Lager. Der Altar, auf dem man Christi Fleisch und Blut isst, steht außerhalb des Lagers. Innerhalb der Lager existiert kein solcher Altar. Dort drinnen befinden sich alle, die mit Fingern zeigen und übel reden und die meinen, sie würden Gott einen Dienst tun, wenn sie jeden umbringen, der zu ihm hinaus aus dem Lager geht. In den Lagern betreibt man religiöse Geschäfte, und hier finden die Redegewandten einen Broterwerb. Mit der Gottesfurcht nimmt man es nicht so genau. Wird jemand zu gottesfürchtig in ihren Augen, wird er aus den Synagogen ausgeschlossen. Denn innerhalb der Lager will man es gemütlich haben, die Feste müssen stattfinden, keiner darf stören, indem er zu viel Wahrheit sagt.
Deshalb sind wir einig mit der Schrift, die sagt, dass Parteiungen Werke des Fleisches sind. Sie werden gleichgestellt mit Unzucht, Unreinheit, Abgötterei, Neid, Mord und Saufen. Gal. 5, 19-21. Die solches tun (Parteiungen bilden), werden das Reich Gottes nicht erben. Sie schaffen sich vielleicht einen Broterwerb, bekommen aber auf keinen Fall das Reich Gottes. Daher warnen sie von Herzen davor, zu ihm hinaus aus dem Lager zu gehen, denn das verdirbt das Geschäft. Was auch immer, sagt man, nur nicht aus dem Lager hinaus.
Doch der Geist und die Braut sagen: Komm. Komm zu ihm aus dem Lager hinaus und trage seine Schmach, dann wirst du mit ihm verherrlicht werden.
Konferenzen außerhalb des Lagers sind etwas wunderbar Schönes. Das Opfern auf dem Altar dort draußen schafft ein festliches Zusammensein. Wo in der Bibel steht von katholischer Kirche, lutherischer Kirche, Methodistenkirche, Baptistenkirche, Pfingstgemeinde usw. geschrieben? Diese sind von Menschen gegründet, die sich an Gottes Volk vergreifen, – Menschen, die anderen Menschen, die durch das Blut Christi erkauft sind, Steuern auferlegen und ein Gewerbe daraus machen, ihnen als Hirten zu dienen. Solche bezahlten Hirten verteidigen das Parteiwesen.
Lasst uns Gott darum bitten, gesalbte Augen zu bekommen.
