Gesammelte Schriften Band 5 • 1932 - 1936

Johan O. Smith

Skjulte Skatter 1934-12 - Baust du dir selbst zum Schaden?

Gesammelte Schriften Band 5 • 1932 - 1936

Baust du dir selbst zum Schaden?

Auszug aus einer Versammlung in Horten am 10. Okt. 1934

Wenn ein Baumeister ein Haus bauen soll, dann ist es wichtig für ihn, für ein solides Fundament zu sorgen. Früher hat man das nicht so genau genommen und dementsprechend wurde das ganze Gebäude. Genauso ist es auch in geistlicher Hinsicht. Nach der Gnade Gottes, die mir gegeben ist, habe ich den Grund gelegt als ein weiser Baumeister, sagt Paulus zu den Korinthern. Es muss tief gegraben werden in einem Menschenherzen, um mit dem Fundament tief genug hinunterzukommen. Ist harter Felsen in der Tiefe des Herzens, muss er mit geistlichem Dynamit gesprengt werden. Das weiß jeder, dem es gelungen ist, ein solides Fundament in seinem Leben herzustellen. Dies ist nicht an einem Tag getan. Vielleicht braucht es Jahr und Tag nach der Bekehrung.

Nun sagt der Apostel: „Ein anderer baut darauf. Ein jeder aber sehe zu, wie er darauf baut.“

Hier ist jede einzelne Person Baumeister. Wir selbst müssen, nachdem der Grund gelegt ist, mit Gold, Silber und Edelsteinen bauen. Dieses Baumaterial wird an dem Tag standhalten, an dem unser Werk durch Feuer geprüft werden wird. Es wird auch standhalten, wenn wir allezeit in den Werken wandeln, die uns Gott zuvor bereitet hat. Eph. 2, 10. Denn diese Werke kommen immer durch Gottes Wirkungen hervor.

Wenn wir jedoch unsere eigenen Wege gehen, nachdem der Grund gelegt ist, indem wir unsere eigenen Werke tun, dann bauen wir mit Holz, Heu und Stroh, das an dem Tag verbrennen wird, an dem das Feuer unsere Werke prüfen wird. Das Werk eines jeden wird offenbar werden. Es bringt dann wenig Ehre für uns selbst und für Gott, wenn das, was wir im Leben getan haben, nicht das Feuer erträgt.

Wir sind der Tempel Gottes, die Wohnung Gottes. Wenn jemand den Tempel Gottes zerstört, den wird Gott zerstören. Wir können uns nämlich selbst zerstören, wenn wir nach unserem eigenen Willen wandeln anstatt nach dem Willen Gottes. Wir bauen dann mit brennbarem Material, und das wird Gott zerstören.

„Plötzlich wird zu seinem Tempel kommen der Herr, den ihr sucht; und der Bote des Bundes, den ihr begehrt. […] Wer aber wird den Tag seines Kommens ertragen, und wer wird bestehen, wenn er erscheint? Denn er ist wie das Feuer des [Silber-]schmelzers und wie die Lauge der Wäscher.“ Mal. 3, 1-2.

Hieraus sehen wir, dass der Herr mit Feuer kommt. Alles Selbsterdachte wird verbrannt. Wer wird bestehen, wenn er erscheint? Nur diejenigen werden bestehen, die von ihren Werken (Werken nach menschlichem Willen) ruhen so wie Gott von den seinen. Wir müssen in Gottes Werke hineinkommen, um das Feuer ertragen zu können. Nur darin findet man Ruhe.

„Er wird sitzen und schmelzen und das Silber reinigen, er wird die Söhne Levi reinigen und läutern wie Gold und Silber. Dann werden sie dem Herrn Opfer bringen in Gerechtigkeit.“

Es ist keine Kleinigkeit, wie Silber geschmolzen und gereinigt zu werden. Dies weiß jeder, der dem Feuer des Schmelzers und der Lauge des Wäschers gehorsam war. Diese inwendige Reinigung geht vor sich, nachdem man zur Sündenvergebung äußerlich am Leib mit reinem Wasser abgewaschen ist. Wenn das, was inwendig in uns ist, rein wird, erst dann sind wir durch und durch rein. Denn das Wort Gottes richtet auch die verborgenen Gedanken und Ratschläge des Herzens. Das Feuer des Schmelzers und die Lauge dringen auch ins Gedankenleben ein, denn von da geht die Sünde aus.

„Denn siehe, es kommt ein Tag, der brennen soll wie ein Ofen. Da werden alle Verächter und Gottlosen Stroh sein, und der kommende Tag wird sie anzünden, spricht der Herr Zebaoth, und er wird ihnen weder Wurzel noch Zweig lassen.“ Mal. 3, 19.

Dieser Tag naht schnell. Die Weltreiche zittern und beben in ihren Grundfesten. Fürsten und Herrscher werden von ihren Thronen gestürzt. Alles ist in Aufruhr. Wir aber erwarten ein unerschütterliches Reich.

„Euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, soll aufgehen die Sonne der Gerechtigkeit und Heil unter ihren Flügeln. Und ihr sollt herausgehen und springen wie die Mastkälber. Ihr werdet die Gottlosen zertreten; denn sie sollen Staub unter euren Füßen werden an dem Tage, den ich machen will, spricht der Herr Zebaoth.“

Wenn die Verheißungen nun so herrlich sind, wie müssen wir uns dann doch befleißigen, nach dem Willen Gottes zu leben; denn wir sind vorherbestimmt, dem Ebenbild seines Sohnes gleichgestaltet zu werden und mit ihm zu leben und mit ihm zu herrschen.

Während die Prüfungen andauern und das Feuer schmelzt und läutert, dann sieht es meistens schwer aus; aber wenn es vorbei ist, dann verstehen wir, dass es uns zum Besten gedient hat. Die Werke werden mit jeder Feuerprüfung reiner und vollkommener. Und wenn das letzte Feuer über unser Leben geht, wenn der Tag kommt, von dem der Herr spricht, dann sind wir an das Feuer gewöhnt, und es ist nicht mehr fremd für uns. Wir haben die Hoffnung standzuhalten, sodass wir nicht verzehrt werden. Darum lasst uns auf dem Grund mit unvergänglichen Dingen bauen: mit Gold, Silber und Edelsteinen.

Das können wir tun, wenn wir wollen, denn Gott hat uns Macht gegeben, Gottes Kinder zu werden und er hat uns Macht gegeben, in den Werken zu wandeln, die er zuvor bereitet hat. Es ist nicht notwendig, mit brennbaren Dingen zu bauen. Ein jeder sehe zu, wie er baut und womit er baut.