Gesammelte Schriften Band 5 • 1932 - 1936

Johan O. Smith

Skjulte Skatter 1934-05 - Unsere Wohnung vom Himmel

Gesammelte Schriften Band 5 • 1932 - 1936

Unsere Wohnung vom Himmel

„Die zwei werden ein Fleisch sein. Dies Geheimnis ist groß; ich deute es aber auf Christus und die Gemeinde.“ Eph. 5, 31-32.

Christus sitzt ja im Himmel zur Rechten des Vaters. Wie kann dann die Gemeinde auf der Erde ein Fleisch mit ihm sein? Das muss ein großes Geheimnis sein. Nicht nur ein Geist mit ihm, sondern „ein Fleisch“.

Ja, wenn Christus uns nach seinem Willen leiten kann, sodass er in uns das Wollen und das Vollbringen wirken kann, dann gebraucht er unsere Leiber als seine Glieder, und es wird wahr, was geschrieben steht: „Denn wir sind Glieder seines Leibes.“ Eph. 5, 30. „Denn niemand hat je sein eigenes Fleisch gehasst; sondern er nährt und pflegt es, wie auch Christus die Gemeinde.“ V. 29. Beachte: „eigenes Fleisch.“

Es war die Sünde im Fleisch, die Gott verdammte, Röm. 8, 3, aber den Leib selbst nimmt er in seinen Dienst. „Wisset ihr nicht, dass eure Leiber Christi Glieder sind?“ 1. Kor. 6, 15. Wenn aber Christus unseren Leib gebraucht, dann muss dieser der Sünde gestorben sein oder, wie geschrieben steht: „Tot um der Sünde willen.“ Röm. 8, 10.

In demselben Maß wie Gott unseren irdischen Leib direkt gegen dessen sündige Natur in Gebrauch nehmen kann, in demselben Maß haben wir eine Wohnung von Gott, die ewig ist im Himmel. In demselben Maß haben wir Sieg über die Sünde. Auf diese Weise bekommt Christus erneut einen Leib auf der Erde, in dem er das Wollen und Vollbringen seiner Werke wirken kann. In direktem Gegensatz dazu hat auch Satan Fleisch und Blut angenommen, um seine Werke auszuführen: Stehlen, töten und verderben.

Paulus sagt: „Denn wir wissen: wenn unser irdisches Haus, diese Hütte, abgebrochen wird, so haben wir einen Bau, von Gott erbaut, ein Haus, nicht mit Händen gemacht, das ewig ist im Himmel.“

Wir haben ein Haus, das ewig ist im Himmel, schon während wir hier auf der Erde wandeln. Das hat jeder, der mit ihm ein Fleisch geworden ist. Denn solange wir in dieser Hütte sind, seufzen wir danach, dass wir mit unserer Wohnung, die vom Himmel ist, überkleidet werden. Aber wir sehen deutlich, dass nicht alle diese Wohnung, die ewig ist im Himmel, haben, denn er sagt unmittelbar danach: Sofern wir dann bekleidet und nicht nackt befunden werden. 2. Kor. 5, 1-4. Nackt – das würde bedeuten, dass wir keine himmlische Wohnung bekommen. Wenn wir allezeit nach Dingen trachten, die auf der Erde sind, dann ist es klar, dass wir keine himmlische Wohnung bekommen. Aber trachten wir allezeit nach dem, was droben ist, wo Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes, dann haben wir eine Wohnung, die ewig ist im Himmel.

Wer darf dann in der ersten Auferstehung mit Christus auffahren? Selbstverständlich alle, die eine Wohnung haben, die ewig ist im Himmel – diejenigen, die so leben, dass sie ein Fleisch mit ihm sind, diejenigen, die sich von der Kraft seiner Auferstehung leiten lassen und an seinen Leiden teilbekommen und so seinem Tode gleichgestaltet werden. Phil. 3, 10. Sie haben ein Bürgerrecht im Himmel, woher sie auch den Heiland erwarten, den Herrn Jesus Christus. Phil. 3, 20. Er wird unseren Leib der Erniedrigung verwandeln, dass er gleich wird seinem verherrlichten Leib. „Selig ist der und heilig, der teilhat an der ersten Auferstehung.“ Offb. 20, 6.

Um nun schon in den Tagen unseres Fleisches mit einer Wohnung vom Himmel bekleidet zu werden, müssen wir bewusst den Kampf aufnehmen gegen den Geist, der in den Kindern des Unglaubens wirksam ist. „Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächtigen und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in dieser Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel.“ Eph. 6, 12. Alle diese Mächte werden ihr Möglichstes tun, um die Macht über uns zu behalten, und sie haben einen Verbündeten in unserem Fleisch. Darum müssen wir diese Mächte in der Auferstehungskraft besiegen und uns über sie erheben. Wenn das nicht geschieht, werden sie uns daran hindern, in der ersten Auferstehung aufzufahren, wenn wir Jesus in der Luft begegnen wollen. Doch nach dem tausendjährigen Reich, wenn Satan in den feurigen Pfuhl geworfen ist, dann werden alle auferstehen, denn dann wird das Geisterheer der Bosheit unter dem Himmel sie nicht hindern können. Dann werden die Toten, Kleine und Große, vor Gott stehen. Und sie werden gerichtet werden nach dem, was in den Büchern geschrieben steht, nach ihren Werken. Offb. 20, 12.

Gott hat für alles seine Gesetze gegeben. So gibt es auch Gesetze für die Auferstehung. Lasst uns daher zusehen, in der Auferstehungskraft zu leben, nach den Wirkungen des Geistes, der Christus von den Toten auferweckte. Denn dann werden wir als sein Leib – zusammen mit dem Haupt – über alle Reiche, Gewalt, Macht und Herrschaft gesetzt werden. Eph. 1, 18 ff. Dies muss geglaubt werden, denn unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat.

In den Wolken werden wir in unserer himmlischen Wohnung offenbart werden. Das ist die Braut, diejenigen, die ein Fleisch mit ihm geworden sind. Das sind diejenigen, die – durch Glauben – Reiche und Mächte überwunden haben, sodass nichts sie hindern kann, durch die Luftschichten hindurchzudringen.