Gesammelte Schriften Band 4 • 1924 - 1931

Brief an Elias Aslaksen - 1927.06.28

Gesammelte Schriften Band 4 • 1924 - 1931
Horten, 28. 6. 1927
Lieber Bruder Elias Aslaksen,
Friede und Gnade.

Herzlichen Dank für deine zwei letzten Briefe. Es freut mich sehr, dass es vorwärtsgeht – trotz allem Widerstand. Ich höre, dass sie dich gerne in der Skostrædet 17 und bei Rein Seehuus haben wollen. Es ist eine schwierige Sache, in anderen Versammlungen zu sprechen; man muss vielleicht zur Bedingung machen, dass du die Versammlung von Anfang bis Ende leiten darfst. Wenn ein anderer leitet und du nur ein Redner sein sollst, dann befürchte ich, dass sie das Schiff auf Grund setzen und du selbst in deren Augen damit zu tun hast. Ich habe viele Beispiele dafür gesehen. Daher, lieber Bruder, sei in allen Dingen Haupt und nicht Schwanz. Du solltest nur unter diesen Bedingungen Versammlungen bei ihnen abhalten. Sie haben uns weggejagt, und wir sollten nicht zu ihnen gehen, ohne dass sie „sich tief beugen“, so wie du sagst, dass sie es in Bergen tun.

Gegen offenen Widerstand kann man einfach und direkt den Kampf aufnehmen, doch bei Satans List ist es schwieriger. Glätte kann für die Füße gefährlich sein. Doch du hast Weisheit von Gott bekommen und ich sage dies nicht, weil du es nicht weißt, sondern um dich daran zu erinnern, Satan in jeglicher Gestalt auf gebührendem Fechtabstand zu halten. Ziehe deshalb gewappnet vor dem Angesicht des Herrn in den Streit, denn Gott ist mit dir. Schone nicht, gebrauche das Schwert des Geistes zur Rechten und zur Linken – wohin seine Schneide gerichtet ist; denn der Krieg ist des Herrn!!! Man redet leichtfertigen Predigern nach dem Mund, ohne sich die Mühe zu machen, die Sache zu untersuchen. Stehe du deswegen in dem Licht, das sie nicht kennen, und weise sie zurecht, soweit sie imstande sind zu verstehen, dass sie sich versündigt haben. Sei ein Rätsel für sie, bis sie sich demütigen. Es ist die Ehre des Herrn und unsere, dass wir einen gründlichen Sieg erlangen, wie es sich am Tag des Kampfes ziemt. Lass es nicht durch ihre Intrigen zu einem halben Sieg werden, denn keiner Waffe, die gegen dich geschmiedet wird, soll es gelingen. Sie sollen der Kraft und der Weisheit, die du von Gott bekommst, nicht widerstehen können. Verkündige daher vollkommenen Sieg auf der Grundlage von vollkommener Übergabe. Nichts weniger.

Möge Gott weiterhin mit dir sein und dir große Gnade in der Arbeit geben – nicht zuletzt im Krieg und in der Wachsamkeit gegenüber denen, die sich Juden nennen und es nicht sind.

Neh. 4, 15 bis zum Ende des Kapitels und Neh. 6, 15-16. Auf diese Weise müssen wir die Mauern Jerusalems bauen.

Liebe Grüße von deinem am Streit teilhabenden Bruder

J. O. Smith