Gesammelte Schriften Band 4 • 1924 - 1931

Skjulte Skatter 2000-06/07 - Auszug aus einem Zeugnis von Johan O. Smith, 1926.05.02

Gesammelte Schriften Band 4 • 1924 - 1931

Auszug aus einem Zeugnis von Johan O. Smith

2. Mai 1926
Hebr. 3, 1-2

Wir, die wir an einer himmlischen Berufung teilbekommen haben, müssen in der einzigen Berufung, durch die wir wachsen können, treu sein gleichwie Jesus. Mose war treu, ebenso müssen auch wir treu sein, keine Nachäffer, sondern treu in der Berufung, die Gott uns gegeben hat. Das ist keine irdische, sondern eine himmlische Berufung. Es ist so leicht, im Äußeren nachzuäffen, aber jeder von uns muss seiner eigenen himmlischen Berufung folgen und darin treu sein. V. 3-6. Der Sohn ist über das Haus gesetzt. Zuerst war Mose als Diener gesetzt, um durch den Buchstaben des Gesetzes allen äußeren Dienst zu versehen, aber dann kam der Sohn und nahm Wohnung im Haus, und sein Haus sind wir. Wir sind das Haus Jesu Christi, sein Haus. Gott setzte seinen eigenen Sohn über dieses Haus. Er war treu bis zum Tod. – Überall, wo das Leben Christi wirken kann, ist der Sohn über das Haus gesetzt. Nicht Mose. Hier gibt es ein Leben in Entwicklung. V. 7-8.

Die einzige Art und Weise, treu zu sein, besteht darin, auf die Stimme des Heiligen Geistes zu hören. Wir sollen unsere Berufung dadurch festmachen, dass wir fortwährend auf die Stimme von oben hören. Diese Stimme geht gegen unseren eigenen Willen, – darum verstocke dein Herz nicht! Dadurch, dass wir der Stimme des Heiligen Geistes gehorchen, werden wir gefestigt. Viele haben den Heiligen Geist empfangen und viel von Gott bekommen, aber sind stehengeblieben. Und viele laufen verkehrt, indem sie Menschen nachlaufen, von denen man glaubt, dass sie so sehr vollkommen seien, aber dann kommen wir aus dem Willen Gottes heraus!

Wir müssen in unsere eigene Bahn hineinkommen, nicht in die von anderen. Jeder Einzelne hat seinen eigenen Weg, hier muss jeder für sich laufen. Seine Wege führen zur Vollkommenheit! Wir müssen darauf achten, dass wir auf Gottes Wegen gehen. V. 10. Die einzige Art und Weise, auf die wir in die Ruhe eingehen können, ist, unseren persönlichen Weg zu gehen, den Gott bestimmt hat, jeder für sich auf seiner eigenen Rennbahn. Gottes Absicht mit uns ist, dass wir in die Ruhe eingehen sollen, und das ist das Größte, was wir erreichen können. V. 12-14. Der ganze Lauf, der Lauf, den wir von Anfang an bekamen, das ist unser Weg, unsere Berufung. Wir begegnen einander im Zentrum! Laufen wir parallel zueinander, kommt einer zum Zentrum, ein anderer nicht. V. 15-17.

Wenn man gesehen hat, wie Gott große Dinge getan hat, warum dann nicht glauben, dass er noch größere Dinge tun kann! Je größer das Licht, desto größer die Verantwortung. V. 18-19. Was ist Unglaube? Das ist, dass wir an etwas festhalten, das wir nicht aufgeben wollen – etwas lieben, das wir nicht loslassen wollen, wenn Gott wirkt. Man will nicht leiden, will es nicht ertragen, dass Gott einem das wegnimmt, und dann fängt man an, in die Fußspur anderer hineinzulaufen. Was Gott von mir verlangt, verlangt er von einem anderen vielleicht nicht. Folge du mir nach! Der andere kommt nicht leichter davon. Jeder von uns muss in seiner persönlichen Berufung bis zum Äußersten treu sein! Man hat keine Ahnung, welche Berufung ein anderer hat.

Habt Salz bei euch selbst und haltet Frieden miteinander!