Gesammelte Schriften Band 4 • 1924 - 1931

Brief an Elias Aslaksen - 1926.03.03

Gesammelte Schriften Band 4 • 1924 - 1931

(Original fehlt)

Horten, 3. März 1926
Lieber Bruder E. Aslaksen,
Friede.

Es kommt mir so vor, dass die Gottlosigkeit draußen in der Welt in einem unheimlichen Ausmaß zunimmt, sodass man allen Grund zur Besorgnis hat. Der Sport wird in die Richtung eines Lustschauspiels entwickelt, sodass der Lauf der Welt und die Geistesmächte unter dem Himmel die Massen wie Vieh einhertreiben. In einem fort heiratet man und lässt sich wieder scheiden. Der eine will den anderen an Ansehen übertreffen. Die Kinder sind Herren, die Eltern ein notwendiges Übel. Wie lange all das wohl noch so weitergehen kann?

Unter Gottes Volk herrscht vielerorts alles andere als Liebe. Dann kann auch nicht viel Liebe zu Gott vorhanden sein. Denn wenn man seinen Bruder nicht liebt, den man sieht, wie kann man dann Gott lieben, den man nicht sieht? Umso mehr wissen wir die Bruderliebe, die vorhanden ist, und die Gemeinschaft im Heiligen Geist zu schätzen. Jedes Mal, wenn man mir von außen mit Widerstand und Härte begegnet, wird mir dies wertvoller.

Es ist ein Loch in die Mauer gesprengt und es sieht so aus, dass man durch dieses Loch hindurchgehen muss. Es ist bestimmt nicht einfach, weitere neue Löcher in die Mauer zu sprengen – obwohl man Lust haben könnte, die ganze Mauer abzureißen.

Hier geht es uns gut und wir haben es gut. Früher gab es in der Gemeinde in Horten keine solche Disziplin und Ordnung wie jetzt. Die Jugend wächst heran und sie haben ihre eigenen Versammlungen. Die Jugendlichen verstehen sicherlich mehr als das, was zu Leben in ihnen geworden ist. Es ist eine gute Sache, dass sie den Saal haben, um sich zu versammeln.

Mehrere wurden dadurch gesegnet, dass sie „Der Epheserbrief“ gelesen haben. Es hilft also, wenn man das niederschreibt, was Gott gibt.

Liebe Grüße von deinem Bruder

J. O. Smith