Gesammelte Schriften Band 4 • 1924 - 1931

Skjulte Skatter 1925-11 - Pfingstkonferenz in Horten 1925

Gesammelte Schriften Band 4 • 1924 - 1931

Pfingstkonferenz 1925 in Horten – Beiträge von Johan O. Smith

Jes. 40, 27-31

„Mein Weg ist dem Herrn verborgen, und mein Recht geht vor meinem Gott vorüber.“

Es sieht so aus, als ob die Gottlosen Erfolg haben und blühen. Man kann in solche Verhältnisse kommen, dass man glauben könnte, dass der Gottlose den Sieg davonträgt. Warum bin ich mit solchen Menschen zusammengesetzt und warum komme ich in so viele kritische Situationen? Eben darum, damit ich das Sterben Christi in Praxis kennenlernen soll. Der Verstand Gottes ist nämlich unausforschlich, und wir können seine Handlungsweise mit uns oft nicht verstehen. Aber durch Glauben verstehen wir, dass Gott, der Liebe ist, in allen Verhältnissen, die uns verordnet sind, die Absicht hat, uns in noch tieferem Maß als bisher zu erlösen. Deshalb müssen wir durch den Schmelztiegel. Was wir wissen, kann man nicht mit dem vergleichen, was Gott weiß; sondern er erlöst uns nach seiner Erkenntnis und nicht nach der unsrigen.

Jesus wusste nie im Voraus so sehr viel über den Willen Gottes. Wenn der Augenblick Gottes kam, kam auch die Offenbarung zu Jesus, und Gott ist treu darin, sich genau zur rechten Zeit zu offenbaren. Selig ist, wer still ist und auf den Herrn wartet. Unser Weg ist Gott nicht verborgen. Gott hat im Hinblick auf unsere Gleichgestaltung mit dem Bild des Sohnes eine langfristige Perspektive, die Ewigkeit. Durch die Prüfungen verstehen wir, dass der Meister mit uns arbeitet. Daher sollen wir alles, was uns begegnet, als etwas annehmen, das für unsere Ausbildung zu Ewigkeitsmenschen notwendig ist.

1. Petr. 1, 3-4 und 22-23

Hier war die Rede davon, dass Gott mit Eifer den Geist begehrt, den er in uns wohnen ließ, und wir lasen hier, dass wir nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen geboren sind. Jesus litt und starb für das Hervorkommen der neuen Kreatur. Er sagt: „Mein Fleisch ist die wahre Speise, und mein Blut ist der wahre Trank.“ Wenn unser Fleisch entlarvt wird, dann ist dies Speise für den Geist. Der unvergängliche Same ist wie ein beginnender Spross, der wachsen und Nahrung zu sich nehmen soll, und diese Nahrung finden wir in unserem eigenen Fleisch. Wer sein Leben findet, wird es verlieren. Je mehr wir geopfert werden, desto besser gedeihen wir im Geist. Wer aber im Fleisch blüht und Früchte trägt, tötet das geistliche Leben.

Weshalb wird man einsam, wenn man im Geist wandelt? Deshalb, weil Gott mit uns als Einzelperson zu tun haben will. Wenn wir einsam und von allen verworfen sind, dann wird es still. Doch in dieser Stille lernen wir, Gott und die Brüder zu lieben. Ja, wir lernen Geduld und Langmut. Diese Eigenschaften lagern sich als eine neue Natur in unserem Geist. Deshalb wurde der zweite Adam zum „Menschensohn“, damit wir in seinem Fleisch und durch sein Fleisch göttliche Natur erlangen sollten. Dadurch, dass wir das Wort annehmen, wachsen wir mit diesem zusammen hin zu einer neuen Kreatur, zu einem unvergänglichen und unverwelklichen Erbe. Daher dürfen wir uns von den Widersachern nicht einschüchtern lassen, sondern wir sollen auf die Kraftlosigkeit in unserem Leben sehen, ohne schwach im Glauben zu werden; denn Gottes Kraft wird in unserer Schwachheit vollkommen.

Ein Arztstudium soll ca. 70.000 Kronen kosten, und doch kann niemand am Äußeren des Mannes sehen, was all das kostet, was er in sich trägt. Diese Ausbildung gilt für dieses kurze Leben. Denke dann an die Ausbildung für die Ewigkeit. Diese kann man nicht mit Silber oder Gold bezahlen, man kann diese Ausbildung auch nicht äußerlich am Menschen sehen, sondern wir tragen diesen ewigen und herrlichen Schatz in irdenen Gefäßen. Und doch sind wir durch diese Ausbildung dazu bestimmt, mit Christus in alle Ewigkeit zu regieren, sofern wir treu bis ans Ende erfunden werden.