Die Osterkonferenz
Dieses Jahr gab es an Ostern gewissermaßen zwei Konferenzen, da viele von denen, die bei den Versammlungen am Gründonnerstag und Karfreitag zugegen waren, am Samstag heimfuhren, und viele andere am Samstagabend kamen, um an den Versammlungen an den Osterfeiertagen dabei zu sein. Doch Geschwister aus Hallingdal und anderen entfernt gelegenen Orten bekamen 5 Konferenztage. Aus Dänemark kam Schw. Anna Holtze.
Wir hörten viel von dem, in Trübsalen und allen möglichen Leiden auszuhalten.
Ebenso davon, nicht voreilig ein Wort vor dem Angesicht des Herrn zu verkündigen. Auch davon, dass man in den ersten Jahren nicht zum Dienst geeignet ist, bevor man geprüft ist und ein paar Stürme überstanden hat. So wie auch Israel weder im ersten, noch im zweiten oder dritten Jahr von den Früchten ihrer neu gepflanzten Bäume essen sollte. Doch sollte jeder, ob er neubekehrt oder älter ist, davon Zeugnis geben, was Gott für ihn getan hat. Doch als Lehrer aufzutreten, ziemt sich nicht für Neubekehrte, da diese mit so viel in ihrem eigenen Fleisch zu kämpfen haben und da das, was sie beitragen könnten, sicher nicht viel anderes wäre als Fleisch mit Blut darin, von dem es heißt, dass man es nicht essen soll. Es war gesegnet, in den Zeugnissen der Jüngeren davon zu hören, dass sie dies als eine sehr berechtigte Zurechtweisung annehmen wollten, und sie erklärten vor der ganzen Versammlung, dass sie sich als Jüngere nach den Älteren richten wollten. Es war so, als ob alle das Köstliche darin verspüren konnten, was es heißt, vor einem hörenden Ohr zu tadeln. Möge Gott diese ehrlichen, liebenswerten und gottesfürchtigen Seelen segnen. Wenn sie auf diese Weise vorwärtsgehen, werden sie bald tüchtige Diener des Herrn werden.
Im Übrigen kann man sagen, dass die Einheit und Herzlichkeit unter den Geschwistern jedes Jahr zunimmt. Es ist ganz offensichtlich, wie sie einander lieben und wie ihre Gesichter strahlen, wenn sie sich nach langer Zeit wieder begegnen.
Es war eine Putzeinteilung für jeden Morgen gemacht worden, und alles wurde mit einer Präzision ausgeführt, dass es eine Lust war, dies zu sehen. Jeden Morgen um 8.30 Uhr war alles sauber und vorbereitet, die Tische gedeckt und Pauline Borgersen, die Konferenzköchin, hatte den Kaffee fertig. Wir hatten jeden Tag um 10.30 Uhr und um 17 Uhr Versammlungen und der tiefe Friede und Segen Gottes ruhte über dem Ganzen.
Doch was ist das Geheimnis dieser offenkundigen Einheit??? Das ist fürs Erste die beständige Verkündigung von Kreuz und Tod über alles Fleisch, zum Zweiten liegt es daran, dass dieses Kreuz im Leben realisiert wird, und zum Dritten liegt es an der Liebe, die hervorkommt, wenn jeder Einzelne seinem eigenen Fleisch keinen Raum gibt. Es ist zwecklos, sich dem Fleisch nach hervortun zu wollen. Dies ist das Geheimnis der tiefen Einheit.
Aufgrund der teuren Zeit und weil es für die Geschwister am einfachsten und am billigsten ist, sich in Horten zu versammeln, wo ja auch ein vortreffliches Haus dazu da ist, war die allgemeine Tendenz, auch die Pfingstkonferenz in Horten abzuhalten. So Gott will, werden wir uns also an Pfingsten wieder zur Konferenz in Horten versammeln. Herzlich willkommen im Geist des Kreuzes und der Furcht des Herrn.
