Friede.
Danke für deinen lieben Brief, den ich heute bekam. Ich sehe daraus, dass ihr einen Stall gefunden habt. Ja, siehe, das ist etwas, worin eine Bedeutung liegt. Wir sollen uns gerne zum Niedrigen halten, denn darin offenbart sich der Wille Gottes. Wenn man sich eine Meinung darüber bildet, wie alles sein soll, wo das Haus stehen soll usw., und das Herz mit all diesen Gedanken, Meinungen und Festlegungen erfüllt ist, und man danach Gott fragt, um Seinen Beifall für all das zu erlangen, dann ist man auf einem Irrweg. Man muss eine unwissende und hilfsbedürftige Haltung einnehmen, erfüllt mit Sehnen nach dem, worum man betet, und nach Gottes Hilfe – dankbar für alles, wie Er es macht. Dann kann Gott seinen Willen offenbaren und die notwendige Hilfe geben. Und dann versteht man, dass es wirklich Gott ist, der die Gabe gegeben hat, und dann wird es sinnvoll, ihm die Ehre dafür zu geben. Es ist wahr, was geschrieben steht: Denn ohne mich könnt ihr nichts tun!
Heute habe ich Urlaub beantragt, um nach Sarpsborg zu fahren. Oscar Hansen kommt mit. Es ist jetzt so lange her, dass ich dort war, dass ich Lust habe zu sehen, wie es dort geht. Ich habe auch oft daran gedacht, euch in Kristiania zu besuchen, aber oft muss man sich mit dem Gedanken daran begnügen. Wenn wir einmal unseren Leib auf die schnellen Wege unserer Gedanken mitnehmen können, werden wir leichter beweglich sein. Auch in dies dürfen wir uns hineindenken. Ich habe nun eine 5-tägige Osterkonferenz angekündigt. Diese beginnt am Gründonnerstag. Es geht uns gut und es wird immer besser in dem Maß, wie wir in die Ruhe eingehen von allen Sorgen über teure Zeit, Widerspruch und alles andere, was wir für unsere Ausbildung brauchen. Denn unser Glaube ist Sieg. Denn wenn es keine Schwierigkeiten gäbe, könnte man das Wort „Sieg“ streichen.
Wenn du an Ostern herkommst, dann bringe für 5 Kronen von den guten Kringeln mit, die du bäckst. Sofortige Barzahlung. Sagt man nicht so im Geschäftsleben?
Kommt also so zahlreich wie möglich zur Konferenz. Wenn Br. Aslaksen es vor Ostern schaffen könnte, nach Tjømø zu fahren und alle Tjømøer zur Konferenz mitzubringen, wäre das, glaube ich, eine gute Aktion. Denn sie sind zwar Lotsen da draußen, aber sie finden nicht hin zu Wahrheit und Recht. Sie brauchen selbst einen Lotsen.
Wir haben jetzt über 60 Kinder in der Kinderstunde. Trygve Berg gewinnt sie durch sein Schweigen und mit seinen wenigen Worten. Er und Frøland arbeiten gut zusammen und geben Ester und Johanne reichlich Gelegenheit, durch Beiträge für die Kinder mitzuarbeiten. Sie sind tüchtig. Jeden Samstagabend haben sie Jugendstunden, und ich habe bereits die Ehre erreicht, ausgeschlossen zu sein – um nicht ihre Freimütigkeit einzuschränken. So kann es gehen hier in der Welt. Aber das geht gut.
Grüße Br. Aslaksen, deine Frau, Jensen und alle anderen Geschwister.
Dein im Herrn suchender Bruder
J. O. Smith