Gesammelte Schriften Band 4 • 1924 - 1931

Skjulte Skatter 1931-08 - Dies ist der Weg, den geht!

Gesammelte Schriften Band 4 • 1924 - 1931

Dies ist der Weg, den geht!

Jesus ist Mittler eines besseren Bundes geworden. Dies wurde er, weil er den besseren Bund in sich selbst aufnahm, indem er in ihm wandelte und ihn erfüllte.

Jedes Gebot im Alten Bund wurde mit dem Blut von Kälbern und Böcken besprengt, sowohl das Buch selbst als auch das ganze Volk. Hebr. 9, 19. Jesus bekam als erster von vielen Brüdern die Gesetze Gottes in Herz und Sinn geschrieben. Die Erfüllung dieser Gesetze erfordert kein Blut von Kälbern und Böcken, sondern Jesu eigenes kostbares Blut. Jedes Gebot in Herz und Sinn kostete Blut. Darum ist auch das Gesetz, das in unser Herz und unseren Sinn geschrieben ist, mit Blut besprengt. Gehen wir den Weg des Gehorsams, die Wege der Gebote Gottes, werden wir erfahren, dass das Gebot bis aufs Blut wirksam ist. Dies bedeutet, gegen die Sünde bis aufs Blut zu kämpfen. Hier tritt das Zeugnis vor unser Bewusstsein, das Gott von seinem Sohn bezeugt, das Zeugnis, das die Welt überwindet, das Zeugnis des Glaubens, nämlich: Der Geist, das Wasser und das Blut. 1. Joh. 5, 7-8. Dies ist das endgültige Zeugnis. In diesem Zeugnis ist der Wille Gottes geschehen und der ganze Ratschluss Gottes vollbracht. Dieses Zeugnis bringt die volle Wiederherstellung für die himmlische Herrlichkeit, und in diesem Zeugnis sprach „der Meister“: „Es ist vollbracht!“ Dies ist das Zeugnis des Gerichts, worin und wonach „der Menschensohn“ alles Fleisch richten wird. Hier ist der Vorhang von oben bis unten entzweigerissen. Hier ist nichts verborgen, sondern alles ist bloß und aufgedeckt. Darum auch dieses endgültige und gerechte Gericht. Darum auch der alles besiegende Herr, unser Herr Jesus Christus. Denn der Geist, das Wasser und das Blut sind das Zeugnis Jesu, das mit Gottes Wort eins gemacht ist, welches wiederum der Wille Gottes ist.

Während wir zu diesem Zeugnis und in dieses Zeugnis vordringen, ist er unser Fürsprecher und Hohepriester. Und das kann niemand anderes als er sein, weil niemand anderes diesen Weg ganz bis ins Allerheiligste hineingegangen ist. Jedes Gebot, das ihm der Vater gab, besiegelt er mit seinem teuren Blut. Darum wird auch zu uns gesagt: „Ich gebiete dir vor Gott, der alle Dinge lebendig macht, und vor Christus Jesus, der unter Pontius Pilatus bezeugt hat das gute Bekenntnis, dass du das Gebot unbefleckt, untadelig haltest bis zur Erscheinung unseres Herrn Jesus Christus.“ 1. Tim. 6, 13-14.

Pontius Pilatus hatte Macht, Jesus zu kreuzigen und Macht, ihn loszugeben, sagte er selbst. Aber das gute Bekenntnis von Jesus war, dass er sich dem Willen seines Vaters überließ, indem er antwortete: „Du hättest keine Macht über mich, wenn es dir nicht von oben her gegeben wäre.“ Er nahm von Pontius Pilatus keine Freilassung an.

Wenn nun wir das Gebot unbefleckt und untadelig halten sollen, und es sich zeigt, dass das Gebot, das uns zum Leben gegeben war, uns zum Tod gereicht, dann kommt immer am Ende des Gebotes, wenn das Todesurteil vollstreckt werden soll, ein Pontius Pilatus und bietet uns Freilassung an, indem er sagt: „Ich habe Macht, dich loszugeben.“ Dieses „Schone dein selbst!“ ist die Stimme von Pilatus, während die Stimme Gottes im Gebot in den Tod hineinführt. Dies ist der neue und lebendige Weg, den geht!

Der Alte Bund hatte Brandopfer und Sündopfer, Blut von Kälbern und Böcken. Doch im Neuen Bund heißt es: Einen Leib hast du mir bereitet. In diesem Leib soll nun der Wille Gottes erfüllt werden, durch Glauben. Das geschah bei Jesus und das soll in uns geschehen. Die Opfer liegen im Leib, darum liegt auch das Blut im Leib. Das Opfer ist nicht vollbracht, ohne dass Blut vergossen wird. Das sind die Opfer Christi, die Leiden Christi und das Sterben Christi, vollbracht in unserem sterblichen Fleisch. Das ist der Weg, der dazu führt, dass das Leben Jesu an unserem sterblichen Fleisch offenbar wird. Das ist der Weg der Gottesfurcht, der Weg des Gehorsams, der Weg Gottes, der verlästert wird, der Weg, der zu „Christus geoffenbart im Fleisch“ führt. Ja, dieser Weg ist der Weg der Überwinder, der allen Weltgeist besiegende Weg, der Weg des Gerichts über alle fleischliche Religiosität. Der Maßstab „Christus geoffenbart im Fleisch“ tötet alle religiösen „Künste“. Darum wird der Weg Gottes gehasst und zu allen Zeiten verlästert. Aber für uns, die wir glauben, ist dieser Weg in den Leiden Christi der Weg der Herrlichkeit, der Weg der Kraft Gottes, der Weg der Furchtlosigkeit, der Weg der Offenbarungen Gottes, der Weg der Geistesgemeinschaft mit dem Vater, dem Sohn und allen seinen nach dem Fleisch gekreuzigten Heiligen und Untadeligen. Das ist der Weg, auf dem Praxis und die Lehre Gottes zu Gottes Weisheit zusammenschmelzen, Christus geoffenbart im Fleisch. Wie beim ersten Mal so auch alle anderen Male, in denen ein Menschenkind in Fleisch und Blut den vom Kreuz bestimmten Weg des Glaubens, den Weg der Opfer betritt, durch den Vorhang, sein Fleisch. Auf diesem Weg wandelt kein reißendes Tier, keiner, der falsch ist und lügt, kein Betrüger, kein Mörder. In 5. Mos. 15, 4 heißt es: „Es sollte überhaupt kein Armer [norw. Bettler] unter euch sein, denn der Herr wird dich segnen in dem Lande, das dir der Herr, dein Gott, zum Erbe geben wird.“ Wenn der Leib als ein Gott wohlgefälliges Opfer hingegeben ist, dann braucht man nicht so viel. Röm. 12, 1. Von Judas Ischariot heißt es in Ps. 109, 10: „Seine Kinder sollen umherwandern und betteln, nach [Brot] suchen fern von ihren zerstörten Wohnungen!“ Der Weg Gottes ist der Weg der Opfer, nicht der Weg der Bettelei. Wir sollen gerne mitteilen und Gutes tun, sodass die Bettelei überflüssig wird. Denke daran und sei wach!

Wandelt man aber nicht im Willen Gottes, dann wird man an allem Mangel haben, denn es heißt: „Und du wirst deinem Feinde, den der Herr gegen dich schicken wird, dienen in Hunger und Durst, in Blöße und allerlei Mangel.“ 5. Mos. 28, 48. Dagegen heißt es aber: „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.“ (Nämlich alles, was wir zum Lebensunterhalt brauchen.)

Demnach müssen wir davon ausgehen, dass kein erwerbsmäßiger Bettler auf dem neuen und lebendigen Weg geht. Alle geben und ihnen wird gegeben. Schönes, herrliches Leben und freudevoller Weg! Den geht!