(Kein Original.)
Friede.
Danke für die Karte. Gott arbeitet in diesen Tagen mehr, als wir ahnen. Man könnte Bedarf haben, in der Stille zu sein, um die Werke des Herrn richtig sehen zu können. Gestern waren wir mit einigen Geschwistern bei Ester Ellefsen zu einem kleinen Fest. Es klingelte an der Tür und ein Mann wollte mit mir sprechen. Es war ein Chauffeur. Er sagte: „Gottes Geist hat mich getrieben hierherzukommen, damit Sie für mich beten.“ Vor 16 Jahren war er unter uns gewesen, ist dann aber abgefallen. Er war damals ein Unteroffiziersanwärter in der Marine. Er sah unsere Namen in der Zeitung „Tønsberg blad“, und von da an wurde er sehr unruhig und nun hatte er sich zu Gott bekehrt. Ihm war sehr bange davor, uns zu begegnen. Auf dem Weg hierher weinte, betete und fuhr er. Er kam geradezu wie der verlorene Sohn, denn es kam Freude beim Fest auf, und hätten wir ein Kalb gehabt, dann wäre es wohl geschlachtet worden. Er erinnerte sich noch an uns alle und daran, worüber wir bei bestimmten Gelegenheiten gesprochen hatten. Auch du hattest ihm geschrieben. Er fuhr uns in der Nacht heim und sagte, dass er nie geglaubt hätte, so aufgenommen zu werden. In all diesen Jahren war ihm fürchterlich bange davor gewesen, jemandem von uns zu begegnen. Aber es gab niemand anderen, zu dem er solches Vertrauen hatte.
Seit der Konferenz habe ich viel Arbeit gehabt und habe weiterhin viel zu tun. Ich glaube, dass es für sie in Oslo nützlich sein kann, ein wenig alleine zu sein, damit sie ihre Fähigkeiten und Kräfte mehr und mehr anwenden können. Wir haben nun so viele Versammlungen gehabt, sie brauchen auch Zeit zum Leben und Praktizieren, sonst geht es auf eine andere Weise schief mit ihnen. Es kommt nicht nur auf unsere Arbeit an, sondern am allermeisten auf Gottes Arbeit. Er ist Nr. 1, wir Nr. 2 oder am liebsten die letzte Nummer: Die Ruhe in Gott und in der Arbeit anstatt Arbeit und Rastlosigkeit. Doch wenn der Herr zur Arbeit ruft, dann wird es eine Arbeit in Frieden und Freude im Heiligen Geist. Ja, dies verstehst du ja ebenso gut wie ich, lieber Bruder.
Sei herzlich gegrüßt mit deiner Familie sowie den Geschwistern von deinem ergebenen Bruder, an der Ruhe, dem Vertrauen und der Arbeit teilhabenden
J. O. Smith