Friede.
Herzlichen Dank für deinen lieben Brief und den „Nachtmissionar“, den du mir hierher nachgesandt hast.
Wir haben diese Ausgabe vom „Nachtmissionar“ auch schon gelesen und hin und her überlegt, inwiefern wir darauf antworten sollen, aber Br. Aslaksen und ich finden, dass wir es lassen sollten, da man ja an Johnsens „Erklärung“ nicht vorbeikommt. Doch glauben wir nicht, dass Johnsen schlichtweg Lüge verkündigt hat, sondern dass er eifriger gegen Sünder als für die Furcht des Herrn war. Das alles aufzurühren und Leute, die den „Nachtmissionar“ nicht gelesen haben, damit zu behelligen, finden wir unverhältnismäßig. Ich glaube, dass auch du die Sache auf sich beruhen lassen solltest. Für ein andermal sollte man sich die Geschichte mit Johnsen merken, sodass man nicht zulässt, dass Leute in dem, was sie über die Versammlungen, aus denen sie kommen, sagen, zu weit gehen. Ebenso sollten wir selbst uns streng an die Schrift halten und davon ausgehend die Sünden unserer Zeit beleuchten.
In der nächsten Ausgabe von Skj. Sk. habe ich hier und da ein paar allgemeine Anmerkungen geschrieben. Dies betrifft, ohne einen Namen zu nennen, Johnsens Anprangern und was wir davon halten.
Wir sind jetzt acht Tage lang in Halden gewesen und haben jeden Abend Versammlung gehabt. Gestern durften wir sichtbare Resultate sehen, als ein Mann mit so klaren Worten und einer solchen Überzeugung sprach, dass er uns überraschte. Gott hatte ihm dieses Leben offenbart, doch Widerstand hatte ihn zum Schweigen gebracht. Auch gibt es dort zwei Frauen, die Licht haben und klar darüber sprechen können. Heute Abend werden wir zwei Stationen in östlicher Richtung nach Aspedammen fahren und Versammlung bei einem Br. Johansen haben, der sich für uns interessiert.
Letzten Sonntag waren Geschwister aus Fredrikstad, Sarpsborg und Greåker hier, es waren also viele Leute da. Sie haben so lebendig und freudig Zeugnis gegeben – eine solche Versammlung hatte ich seit langem nicht erlebt. Von Br. Bratlie haben wir sehr gute Nachrichten erhalten. Er ist mit seinem Schicksal zufrieden.
Nimm jetzt im Hinblick auf den „Nachtmissionar“ alles mit unerschütterlicher Ruhe; denn diese bringt meistens den größten Sieg.
Gott ist mit uns und das muss uns genügen. Liebe Grüße an dich und deine Familie sowie an die Geschwister von deinem ergebenen Bruder im Herrn und in der Arbeit.
J. O. SmithLieber Bruder!
Dein Eifer und deine Festigkeit erfreuen mein armes Herz. All dies geht ausgezeichnet. Es geht direkt in Richtung Himmel. In Kopenhagen entwickelt es sich ausgezeichnet. In Tønsberg machen die Geschwister aus Horten Fortschritte. Sie mieten dort einen Saal.
Ich fahre am Montag nach Hause. Wir könnten uns vielleicht in der Vogtsgate 35 treffen, wenn du um 16.15 Uhr vom Zollamt kommst? Grüße! Leb wohl!
Dein E. A.
