Gesammelte Schriften Band 4 • 1924 - 1931

Skjulte Skatter 1930-04 - Durch den Glauben erkennen wir

Gesammelte Schriften Band 4 • 1924 - 1931

Durch den Glauben erkennen wir

„Durch den Glauben erkennen wir, dass die Welt durch Gottes Wort geschaffen ist, sodass alles, was man sieht, aus nichts geworden ist.“ Hebr. 11, 3.

Durch den Glauben verstehen wir, dass Noah eine Arche zur Rettung seines Hauses bauen konnte. Durch den Glauben erkennen wir, dass Abraham gehorsam sein konnte, sodass er aus seinem Land und Volk auszog, um einen Ort als Erbteil zu empfangen, der ihm gezeigt wurde; und dass er auszog, ohne zu wissen, wohin er kommen würde. Durch den Glauben verstehen wir, wie er an diesem Ort als Fremdling wohnen konnte, indem er auf die Stadt wartete, die einen festen Grund hat, deren Baumeister und Schöpfer Gott ist. Durch den Glauben erkennen wir, dass Sara Kraft bekam, trotz ihres Alters ein Geschlecht zu gründen. Durch den Glauben verstehen wir, dass von einem, dessen Kraft schon erstorben war, so viele gezeugt wurden wie die Sterne am Himmel und wie der Sand am Ufer des Meeres, den niemand zählen kann. Durch den Glauben verstehen wir, dass Abraham seinen eingeborenen Sohn Isaak opfern konnte. Durch den Glauben verstehen wir, dass Mose, als er groß geworden war, nicht mehr als Sohn der Tochter des Pharao gelten wollte, und dass er viel lieber mit dem Volk Gottes zusammen misshandelt werden wollte, als eine Zeitlang den Genuss der Sünde zu haben und dass er die Schmach Christi für größeren Reichtum als die Schätze Ägyptens hielt. Durch den Glauben verstehen wir, dass gottesfürchtige Menschen Löwen den Rachen stopfen, Königreiche bezwingen, Gerechtigkeit üben und des Feuers Kraft auslöschen, Spott erleiden, gesteinigt und gemartert werden konnten, ohne die Freilassung anzunehmen. Durch den Glauben verstehen wir auch, dass es ohne Glauben unmöglich ist, Gott zu gefallen. Durch den Glauben verstehen wir, dass der Ungläubige in Finsternis ist und sich selbst außerhalb von Gottes Licht stellt. Denn der Glaube ist eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.

Durch den Glauben verstehen wir, dass Christus sich die kommende Welt unterwerfen wird, und dass alle, die in seiner Fußspur folgen, mit ihm regieren werden. Durch den Glauben verstehen wir, dass diese Welt zum Untergang verurteilt ist, weil sie in all ihrer Weisheit den Herrn der Herrlichkeit – ihren König und Heiland – gekreuzigt hat.

Durch den Glauben verstehen wir, dass das Kreuz reichlich und unaufhörlich verkündigt werden muss, wenn das Volk Gottes über die Sünde triumphieren können soll. Durch den Glauben verstehen wir, dass jeder, der weit nach oben möchte, tief nach unten gehen muss. Phil. 2, 8-11. Durch den Glauben verstehen wir, dass der alte Mensch durch Glaubensnägel am Kreuz festgehalten wird. Durch den Glauben verstehen wir, dass Mächte und Gewalten einer gekreuzigten Seele gegenüber machtlos sind und zuschanden werden.

Durch den Glauben verstehen wir, dass, wenn wir uns in keinem Stück von unseren Widersachern erschrecken lassen, ihnen dies ein Anzeichen der Verdammnis ist, uns aber der Seligkeit, und das von Gott. Phil. 1, 28.

Gott aber sei gedankt, der uns allezeit (durch Glauben) Sieg gibt in Jesus Christus, unserem Herrn und Meister.