Gottes Kraft und Barmherzigkeit in deiner Arbeit.
Danke für den Brief und die Lieder. Das Lied von Luise Larsen sollte nicht gedruckt werden. Die beiden anderen sind denkbar. Ich bin nun mit Br. Arntsen übereingekommen, Skj. Sk. 1912 neu aufzulegen. Nr. 1 wird voraussichtlich bis zur Pfingstkonferenz fertig. Entsprechend den finanziellen Möglichkeiten werden die Monatsblätter nach und nach herausgegeben.
Nachdem nun aller nennenswerte Widerstand in Oslo zurückgeschlagen ist, glaube ich, dass wir mehr Ruhe für die innere Arbeit bekommen können – sowohl im Hinblick auf die Errettung von Sündern als auch im Hinblick auf die innere Erbauung. Und ich glaube, dass dies jetzt nötig ist. Ich sehe, dass Gott in diese Richtung arbeitet. In der Versammlung gestern beteten wir um Erweckung in Oslo. Ich spüre in meinem Geist ein mächtiges Ziehen dahin, um Erweckung in Oslo zu beten. Ich glaube, du tust gut daran, deine Arbeit in diese Richtung anzulegen, womit du ja jetzt auch begonnen hast.
Gott ist mit uns; sei nur freimütig und stark. Keine eherne Tür und kein eiserner Riegel werden dir zu schwer oder zu stark sein. Mit Selbstkontrolle und in Gottes Kraft wird sich alles regulieren und im Gleichgewicht halten lassen, sodass die Stabilität immer gewahrt bleibt wie bei den alten Propheten.
Lydia muss ständig beaufsichtigt werden. Sie kann nicht einmal auf einem Stuhl sitzen, ohne dass jemand auf sie aufpasst, da sie plötzlich aufstehen und einen Krampfanfall bekommen und zu Boden oder gegen einen Gegenstand stürzen kann. Ich habe daher auf sie aufpassen müssen, während Pauline geputzt hat. Rakel ist in Drøbak bei Dagny Bøe und lernt Zahntechnik. Und Johanne ist bei ihrer alten Großmutter und näht Hüte.
Jeder hat das Seine,
das Große und das Kleine,
Sorgenfrei ist der Himmel alleine.
Doch möchte ich es nicht anders haben. Das würde bedeuten, mir göttliche Kräfte zu rauben. Genauso wie es ist, ist es sehr interessant und passend, soweit es mich selbst betrifft. Doch was Lydia betrifft, so würde ich sie doch gerne gesund und munter sehen. Sie ist heute 17 Jahre alt. Eine Kindheit ist dahingeschwunden in Leiden und in Unwissenheit über alles. Möge Gott ihr an jenem Tag doppelte Barmherzigkeit geben.
Liebe Grüße von deinem Bruder
J. O. Smith