Gesammelte Schriften Band 4 • 1924 - 1931

Skjulte Skatter 1924-07 - Die Wahrheit bahnt sich ihren eigenen Weg

Gesammelte Schriften Band 4 • 1924 - 1931

Die Wahrheit bahnt sich ihren eigenen Weg

Die Wahrheit ist eine Macht, die sich Bahn bricht. In ihr gibt es Kräfte, die umwälzen können, wie auch in der Natur. Sicher kann man sie eine Zeit lang durch Lüge und Betrug verbergen, doch früher oder später bricht sie wieder hervor und drängt die Lüge zur Seite. Die Lüge wird dann durch die Wahrheit noch hässlicher.

Nun sagt Jesus von sich selbst: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.

Die Lüge war jahrhundertelang sehr damit beschäftigt, Jesus von Nazareth und seine erlösende Kraft zunichte zu machen. Aber immer wieder hat sich die Wahrheit Bahn gebrochen und immer hat sie Heilung und Freimachung in ihrem Schoß getragen. Diejenigen, die genug moralischen Mut gehabt haben, sich als Zeugen für die Wahrheit einzusetzen, wurden in ihrer Zeit jeweils die Propheten ihrer Zeit. Meistens haben sie um der Wahrheit willen ihr Leben lassen müssen. Wenn aber eine Zeit verstrichen war, hat es sich gezeigt, dass sie dennoch Recht gehabt hatten, und sie stehen als leuchtende Sterne am finsteren Himmel ihrer Zeit. Die Väter töteten sie, doch die Kinder bauen den Propheten Grabmäler. Die Kraft, mit der die Wahrheit die Finsternis durchbrach, wurde gehasst, doch das Licht, das dadurch hervorkam, wird geliebt. Auf diese Weise werden diejenigen, die der Wahrheit treu sind, das Licht der Welt.

Durch die Wahrheit regieren Regenten, und Fürsten bestätigen, was recht ist. Aber trotzdem verwirft man die personifizierte Wahrheit, Jesus Christus. Man hat Jesus jahrhundertelang als König verworfen und doch durchbricht er die Macht der Lüge, sodass er heute dem Durchbruch, die Königswürde an sich zu nehmen, näher ist als je zuvor. Die Regierung aller anderen Regenten verrinnt einmal im Sand. Die Völker machen Aufruhr, nach ihrem Gutdünken setzen sie ein und setzen sie ab. Wenn aber der Friedefürst zur Macht durchdringt, bekommen wir einen Fürsten, der durch die Kraft des ewigen Lebens herrschen wird. Seine Würde empfängt er nicht von Menschen, da sie ihn längst verworfen haben. Er empfängt sein Königreich vom Vater, und sein Reich ist ein ewiges Reich. Alle anderen Reiche gehen sicher und stetig ihrem Untergang entgegen. Sie können eine Zeit blühen und ihrem Schwert vertrauen, aber dann kommt ihr Ende, weil sie nicht wählten, Jesus Christus als Herrn und König in ihren Herzen zu haben. Jesus ist der König der Herzen. Von welchem anderen König kann man das sagen? Er ist in der Niedrigkeit geprüft und kennt sich aus in der Höhe. Er wird den Geringen recht richten, und die Gerechtigkeit wird durch seine Hand fortschreiten.

Dieser gesegnete König, der einmal gekreuzigt wurde mit einer Schrifttafel in drei Sprachen über seinem Kopf: Jesus von Nazareth, König der Juden, ist in Wahrheit König und wir haben ihn von Herzen als unseren König für Zeit und Ewigkeit gewählt. Er ist die Wahrheit, und welche Macht kann verhindern, dass er zu der Würde, zu der er geboren wurde, durchbricht?

Dieser Messias ist es, auf dessen Wiederkunft wir nun warten. Wir sehen die Regierungen der Länder von einem Konkurs zum anderen gehen. Durch ihre Gesetze und Entscheidungen schaffen sie es nicht, die Völker zu Einigkeit zu bringen. Die Gesetzlosigkeit regt sich schon, und die unzähligen Vorschriften stehen nur noch auf dem Papier und werden nicht beachtet. Jeder lebt ungefähr so, wie er selbst will. Nur bei den allerschlimmsten Verbrechen kann das eine oder andere Gesetz noch greifen. Aber wenn er, der Friedefürst, kommt, dann wird er alles, was Unfrieden bringt, zerschlagen. Und das kann er tun, da er selbst voll Weisheit und Kraft Gottes ist. Kein Gottloser kann ihn in die Luft sprengen, denn er hat über den Tod gesiegt, und er hat dem die Macht genommen, der Gewalt über den Tod hatte, nämlich dem Teufel.

Ein solcher König ist im Anmarsch. Alle Bürger seines Reiches machen sich in diesen Tagen bereit. Sie läutern und reinigen sich selbst, um ihm zu gefallen, der alle Ungerechtigkeit hasst. Denn er errichtet ein gerechtes Reich, und kein Unrecht kann vor ihm, der Augen hat wie Feuerflammen, bestehen.