Gesammelte Schriften Band 4 • 1924 - 1931

Brief an Elias Aslaksen - 1928.04.30

Gesammelte Schriften Band 4 • 1924 - 1931
Horten, den 30. April 1928
Teurer Bruder und Mitarbeiter, Elias Aslaksen,

herzlichen Dank für den Brief, den ich heute erhielt. Deine Arbeit im Herrn freut mich sehr, denn sie trägt Frucht zu Gottes Ehre und für Jesu Christi Ernte. Ja, es lohnt sich, im Geringen treu zu sein, dann werden wir über mehr gesetzt werden. Das zeigt sich sicher und zuverlässig bereits in dieser Welt.

Einer der Leiter der freien Versammlung in Sande (nördlich von Holmestrand) kam neulich zu mir, als auch einige andere anwesend waren. Er wollte u. a. über „die Sünde im Fleisch“ Auskunft bekommen. Ich glaube, dass er still war, weil er überzeugt wurde, woraufhin ich nicht unterließ, ihn für seine Unwissenheit zurechtzuweisen. Er aß mit uns zu Abend und versprach, so gut wie sicher zur Pfingstkonferenz zu kommen und ein paar Brüder mitzubringen. Dieser Mann heißt Grand und kennt Sara Videll aus der Zeit, als sie in Sande war. Er besaß eine gewisse Eigenständigkeit, hatte aber Verbindung zu Halvorsen & Bakke in Moss.

Gestern (Sonntagmittag) fuhren Aksel und Erling Hansen mit dem Fahrrad nach Holmestrand, um eine freie Versammlung zu besuchen. Sie fanden eine solche in einem Hotel. Drei Prediger aus Drammen waren dort. Aksel sprach zu ihnen darüber, Heiligung zu suchen und dass das Lied, in dem sie gesungen hatten, dass Jesus heute derselbe ist wie gestern, für uns wahr werden müsse und dass wir der Sünde absterben müssen. Diejenigen, die danach ihr Zeugnis gaben, wiederholten Aksels Zeugnis und taten sich schwer mit dem Begriff, „der Sünde abzusterben“. Sie fanden es ja schön und gut, doch sie fragten sich, ob wir nicht der Sünde abstarben, als wir uns bekehrten, usw. Während des Gebets in der Versammlung beteten auch Erling und Aksel. Als die Versammlung zu Ende war, kamen die Prediger sogar an die Tür herunter, um die jungen Glaubenshelden, wie sie sagten, zu begrüßen. Sie wurden von mehreren zum Abendessen eingeladen, aber sie gingen mit den Predigern und aßen mit ihnen. In vierzehn Tagen wollten sie eine ähnliche Versammlung haben.

Aksel strahlte so, als er um 22.45 Uhr kam und von all diesem erzählte. Wahrscheinlich unternehmen die Jugendlichen hier weitere solche Streifzüge. Dabei könnten auch Tønsberg und Moss in Frage kommen. Sie sind ganz von selbst auf diese Idee gekommen.

In Oslo ist volles Haus, wird gesagt. Ebenso in Fredrikstad, wo man die Tür bei Schw. Walmann aushängen muss, sie stehen also bis nach draußen. Es ist Heiligungserweckung.

Wir haben ausgesprochen lehrreiche Versammlungen im Saal, und obwohl nur unsere Geschwister anwesend sind, sind viele im Saal.

Ja, Skien tut es gut, das zu hören – ebenso Moss.

Ich glaube, dass die neue Generation anpacken wird. Es gilt, das Feuer in ihnen zu entfachen.

Liebe Grüße,

dein Bruder

J. O. Smith

In Næsbyen hat sich ein junges Mädchen bekehrt. Sie kommt wahrscheinlich mit zur Konferenz.

Wir hören nichts von der Entlassung.