Gesammelte Schriften Band 4 • 1924 - 1931

Brief an Elias Aslaksen - 1928.01.24

Gesammelte Schriften Band 4 • 1924 - 1931
Horten, 24. 1. 1928
Lieber Bruder Elias Aslaksen,
Friede.

Herzlichen Dank für deinen lieben Brief heute. Er war mir zu großer Freude und großem Trost, da dein Sieg mein Sieg ist, deine Freude meine Freude usw. Ja, ich glaube an Fortschritt unter den von Herzen Aufrichtigen, aber sie müssen wie Eisenspäne mit einem starken Magneten aus dem Dreck herausgezogen werden. Wo es möglich ist, mache den Anstieg nicht zu steil für sie. Verringere die Steigung mit demselben Ziel vor Augen.

Wie gesagt, wenn es möglich ist. Wenn es sich nicht gut machen lässt, dann lass es gehen, wie es geht. Doch die List der Schlange gepaart mit der Einfalt der Taube kann Wunder vollbringen, wenn man sich immer im Geist befindet.

Ja, es geht von einem ganz geringen Anfang aus langsam und sicher vorwärts. Dieses Leben liegt so tief unten, dass man darüber stolpert, und so hoch oben, dass einem schwindelig wird und man benommen davon redet, dass dies sicherlich Knechtschaft sein müsse, was doch die meisterhafte und alles besiegende Freiheit ist. Gott hat den Anstieg sehr sanft für uns gemacht. Die Steigung war gering. Aus demselben Grund ist der Weg machbar gewesen. Aber jetzt nähern wir uns den Höhen, wo man Baal anbetet, und da kann es zu einer entscheidenden Auseinandersetzung kommen. Hier kann man von Herzen seine Lust daran haben, den Bann zu vollstrecken, denn es sind die Kriege des Herrn, die wir führen. Nichts kann diese aufhalten. Sorge nur dafür, dass der Geist, der uns draußen hielt, immer draußen gehalten wird. Dieser soll nie ein Priesteramt in unserer Mitte bekleiden. Hinaus mit ihm. Weh dem, der hier sein Schwert aufhält, dass es nicht Blut vergießt.

Hier rühmen sie auch Br. Skarin. Ich kenne ihn nicht. Ich freue mich über den Sohn von Andresen (der fröhliche Maurer). Möge Gott ihn zu einem kraftvollen Werkzeug werden lassen. Ich freue mich darauf, bald frei vom Dienst in der Marine zu werden. Ich kann fast nicht glauben, dass es möglich ist. Möge Gott dir überall Gelingen geben, sodass du in Seiner Kraft jede Höhe, die sich gegen die Erkenntnis Gottes erhebt, zerstören kannst und in deinem Kielwasser Kriegsleute heranwachsen mögen, die den Kampf bis ins Unendliche weiterführen, solange es Satan und das Böse zu bekämpfen gibt. Denn es geht nicht nur darum, dass man selbst kämpft. In der Hitze des Kampfes werden Kriegsleute erweckt, die Flagge zeigen und mit in den Krieg ziehen.

Grüße die Geschwister. Sei selbst herzlich gegrüßt von deinem an den Kriegen des Herrn tief interessierten Bruder

J. O. Smith