(Original fehlt)
Friede von Gott.
Danke für deinen sehr lieben Brief. Es gibt viele Trübsale in dieser Welt, aber alles dient uns zum Besten.
Heute habe ich an Schwester N. N. geschrieben und ihr erklärt, dass wir in der Gemeinde alle eins sind, hier gibt es keine Rangunterschiede. Aber außerhalb der Gemeinde sind wir verpflichtet, jedem den Respekt und die Ehre zu erweisen, die wir ihm schuldig sind. Wenn zwei Brüder in Christus beim Militär sind, der eine als General und der andere als Mannschaftsdienstgrad, ist es ja unpassend, dass der Gefreite den General mit „du Hans“ anspricht oder den Polizeidirektor mit „du Per“.
Br. Berg hat ein höheres Dienstalter als ich, deshalb bin ich immer links von ihm gegangen, wenn wir zusammen unterwegs waren. Auch habe ich ihn immer zuerst gegrüßt. Das war ganz natürlich.
Nun kann man sich vorstellen, dass feine Damen in Erscheinung treten, die verlangen, gewürdigt zu werden. Es gibt nicht so viele von ihnen, und wir müssen ein Auge darauf haben, dass sie nicht damit prahlen, was sie nach dem Fleisch sind. Noch schlechter ist es, wenn die Vielen mit „du“ und dem Vornamen loslegen. Das bewirkt eine Aufgeblasenheit, die man später fast nicht mehr loswerden kann. In Drøbak gibt es viele neubekehrte Jungen und Mädchen. Es wäre unangebracht, wenn alle diese gegenüber älteren Brüdern und Schwestern du sagen und den Vornamen gebrauchen würden. Das „Sie“ ist ja ein Ausdruck von Ehrerbietung und Respekt.
Ich hoffe, dass wir durch Gottes Hilfe mit diesem Geist in seinem frühen Kindesstadium fertigwerden können. Wir müssen das Unkraut auf beiden Seiten ausreißen, sobald es sich zeigt. Etwas anderes ist es, wenn zwei miteinander vereinbart haben, sich gegenseitig zu duzen.
Grüße dein Haus und die Geschwister. Grüße in Liebe von Gott.
Dein Bruder
J. O. Smith