Gesammelte Schriften Band 3 • 1918 - 1923

Brief an Aksel Smith, 1918-06-03

Gesammelte Schriften Band 3 • 1918 - 1923
Horten, 3. Juni 1918
Lieber Bruder Aksel,
Friede.

Ich schreibe dir in Eile ein paar Worte. Danke für das Zusammensein in Horten. Ich will dich damit erfreuen, dass Ystrøm sich dazu entschlossen hat, die Früchte seinen dreijährigen Arbeit in deine Hände zu übergeben, damit du sie mit den Jugendlichen in Drøbak bekanntmachst und ihnen Gottes Wort verkündigst. Es freute mich, dies zu hören, und er ist, nachdem er hin und her überlegt hat, selbst zu diesem Ergebnis gekommen. Gottes Geist hat sicher mit seiner Wegleitung hinter dem Ganzen gestanden. Er sagte, dass er dir jetzt schreiben wolle, dass du die Jugendlichen nach Drøbak einladen sollst. Sie könnten ja vielleicht an einem Sonntagmorgen hinfahren und Proviant mitnehmen und am selben Tag zurückfahren. Er glaubte, wir seien zu streng, um mit diesen Jugendlichen umzugehen, besonders wenn sie noch kein volles Vertrauen zu uns haben. Ich glaube auch, dass du am besten geeignet bist, um diese Sache in die Hand zu nehmen. Sie können dann später zu uns hier in Horten Vertrauen bekommen. Unter den Geschwistern hier bei Ystrøm gibt es einen neubekehrten Landstreicher. Er hat die Marineoffiziersschule in Horten besucht und war im amerikanischen Krieg gegen Kuba und Spanien. Er legt nun Zeugnis ab und ist froh. Ich schreibe dir dies, um dich auf dem Laufenden zu halten. Du wirst den Jugendlichen in Drøbak bestimmt ans Herz legen, sich der Jugendlichen aus Horten, die evtl. kommen, anzunehmen. Ich sehe das als Gottes Führung an. Ystrøm hatte gestern eine lange Unterredung mit Karl P. und Nore. Sie haben ihm da über alles Mögliche klar Bescheid gesagt; aber er bat sie wiederzukommen. Gestern waren ein paar von uns dort, und er bat sie, keine Angst zu haben, Zeugnis abzulegen, auch wenn sie nicht alles verstünden usw.

Dies in Eile. Grüße die Geschwister.

Liebe Grüße.

Dein Bruder

Johan

Ystrøm wollte das Lied: Mein Schiff ich führe … mitnehmen. Er will jetzt ins Gudbrandstal und wird lange Zeit weg sein.