Gesammelte Schriften Band 3 • 1918 - 1923

Brief an Elias Aslaksen, 1918-04-11

Gesammelte Schriften Band 3 • 1918 - 1923

(Original fehlt)

Haugesund, den 11. April 1918
Lieber Bruder Elias Aslaksen,
Friede.

Herzlichen Dank für deinen lieben Brief.

Zucht wird die Torheit von dem jungen Knaben weit wegtreiben. Wenn man aber an der Torheit bis weit in das Alter hinein festhält, in dem man als Vater geehrt werden sollte, dann wird es schwierig, die Zucht zu ertragen. Wenn sie aber schwierig zu ertragen ist – sie ist ja das Leben selbst – wie schwierig wird es dann doch, das Leben zu ertragen. Daher soll man seinen Schöpfer in den Jugendtagen suchen, bevor man in das Alter kommt, in dem man sagt: Ich habe kein Gefallen daran (nämlich an der Gottesfurcht).

Ich glaube, wie du sagst, dass eine gründliche Arbeit mit Einzelpersonen größere Früchte abwirft als eine oberflächliche Arbeit mit den Massen; denn ein David war besser als zehntausend. Gott gibt sich großen Menschenmengen nur in der Weise zu erkennen, wie er das gegenüber Menschenmengen tut. Aber die Einzelnen, die eine genauere Auslegung des Weges annehmen, macht er zu Pfeilern in seinem Tempel. Je mehr Pfeiler, umso größer das Haus und umso größere Menschenmengen. Wir sollen die Menschenmengen nur nicht suchen. Sie kommen von selbst dorthin, wo ein einziger Mann ist, der es wert ist, gehört zu werden. Dies ist auch eines der Geheimnisse Christi, verborgen hinter dem Fleisch und offenbart durch Gottesfurcht.

Grüße die Geschwister und die Deinen!

Liebe Grüße, dein Bruder

J. O. Smith