Gesammelte Schriften Band 3 • 1918 - 1923

Brief an Aksel Smith, 1918-04-02

Gesammelte Schriften Band 3 • 1918 - 1923
Haugesund, 2. 4. 1918
Lieber Bruder Aksel!

Danke für deinen lieben Brief. Es freut mich, vom Fortschritt in Drøbak und ebenso von Sarpsborg zu hören. Es ist gut, dass Hansen dorthin kommt; er braucht Unterstützung aus dem Fonds. Sorge nur dafür, dass du für alle Ausgaben Quittungen bekommst. Dafür können wir Bedarf bekommen, wenn Satan anfängt, uns zu sichten wie den Weizen. Was die zwei predigenden Schwestern betrifft, lasse sie selbst zurechtkommen. Betraue sie mit keiner Arbeit, habe nichts mit ihnen zu tun; denn eines schönen Tages kann es sein, dass sie grundlegende Fehler machen und dann bekommen wir für das Ganze die Schuld. Wenn sie ihre Sache gut machen, dann ist es gut, wenn nicht, dann haben wir nichts mit ihnen zu tun. Sie sind nicht von uns unterwiesen und wir können nicht wissen, auf was für Ideen sie kommen. In allen Bereichen muss uns Besonnenheit bewahren, damit sie, wenn das Unwetter losbricht, nirgends eine Handhabe gegen uns haben.*

Heute erhielt ich einen Brief von Br. D. Kvalheim. Er war jetzt von Herzen froh und mit den Verhältnissen in Moldøen zufrieden. Oldeide hatte angefangen, inniger als je zuvor zu beten. Br. Strand kam von Førde in Søndfjord nach Moldøen, um Ostern mit den Geschwistern zu verbringen. Er strahlte richtig, dann er hatte in Førde eine kleine Jugendschar um sich, die ihn nun hören will. Es war richtig rührend zu lesen; da ich weiß, dass Strand ein erstklassiger Mann ist, ein ganzherziger Bruder mit der Fähigkeit, in einer Versammlung reden zu können. Er wird ein ausgezeichneter Hirte für die Jugendlichen in Søndfjord werden.

Br. Belden (sen.) hält die Stellung in Stattland und kämpft dort ganz alleine den guten Kampf des Glaubens, sagt Hoff.

*) Hierauf sollte Hansen achten.

Am Ostersonntag und am Ostermontag waren die Schwestern Guro und Kristi aus Hardanger und Br. Hoff aus Aalesund hier. Sie waren zwei ganze Tage gereist, um hierher zu kommen. Wir hatten zwei gute Ostertage. Br. Brunvold hat nun ernstlich Fahrt aufgenommen. Man kann den Mann kaum wiedererkennen. Das sind die ersten Zeichen, die wir hier in Haugesund erkennen können. Seine Frau, Hanna, kommt schon seit mehreren Jahren mit; auch sie macht jetzt Fortschritte. Sie hat ziemlich viel Kritik bekommen, weil sie sich zu den Methodisten gehalten hat. Doch jetzt versteht sie, dass das schief geht. In Hardanger gibt es nun mehrere Geschwister. Wir haben mit drei von ihnen gesprochen. Ellefsen bekam heute einen Brief aus Grimstad von Karine. Sie berichtet, dass es dort einige Neubekehrte gibt und dass sie kräftig Gottes Wirken in sich gespürt hat, dass sie diesen Gottes Wort geben soll. Es bricht jetzt überall los, in Fjorden und Buchten, in Nord und Süd arbeitet Gott mit Kraft. In Molde sollen sich zwei junge Männer bekehrt haben, sagt Hoff, somit bekommt nun Bolsønes eine Aufgabe.

Am 15. dieses Monats kommt ein neuer Oberkanonier und löst mich ab. Ich werde in Horten an Land sein. Ellefsen soll ab dem 1. Juni nach Kristiansand S. auf die „Eidsvold“. Er hat den ganzen Mai Urlaub, um seinem Vater in Grimstad auf dem Hof zu helfen. Alles geht nach Gottes Plan. Wer könnte es besser einteilen?? Gründonnerstag und Karfreitag saß ich an Bord und dichtete ein neues Lied, das beiliegt. Wir müssen allen diesen Jugendlichen etwas geben, das sie singen können. Ich nehme an, dass ich um den 20. des Monats in Horten sein werde. Berg hat in Sandefjord welche, mit denen er arbeitet. Ich lege einen Brief von ihm und einen von Risnes bei. Du kannst diese lesen und zurückschicken; denn du solltest wissen, dass Aasebø gegen uns geredet hat und dass ich Berg dazu etwas geschrieben habe.

Liebe Grüße von deinem Bruder

Johan