Gesammelte Schriften Band 3 • 1918 - 1923

Johan O. Smith

Skjulte Skatter 1923-04 - Die Osterkonferenz

Gesammelte Schriften Band 3 • 1918 - 1923

Die Osterkonferenz...

in Horten wurde zu großem Segen. Die Geschwister werden tiefer und inniger als je zuvor vereint. Das Wort des Kreuzes und der Geist des Kreuzes über alles Fleisch tun Wunderwerke dahingehend, dass sie alle Spaltung und Bosheit fernhalten. Gott erweckt Menschen, die wir nie zuvor gesehen haben. Er weckt sie durch Leiden und Trübsale, und wenn wir uns dann begegnen, ist es, als hätten wir uns viele Jahre gekannt. Auch diesmal waren Menschen auf der Konferenz, die wir nie zuvor gesehen haben, die sich aber dennoch gemeinsam mit uns freuten. Es zeigt sich, dass wir den Saal zur rechten Zeit bekommen haben und dass wir ihn dringend brauchen. Es kommen Seelen aus vielen Richtungen, die wirklich hungern und dürsten nach Gottes Wort. Wir mussten Gott daher auch innig darum bitten, unsere Gedanken zu leiten und zu lenken, sodass wir ihnen von Herzen das geben konnten, was vor seinen Augen recht war.

Jesus war ein Stein des Anstoßes – ein Fels des Ärgernisses für alle, die sich einbildeten, etwas zu wissen, und die von sich glaubten, sie wären tüchtige geistliche Baumeister. Aber für alle, die sich entsprechend Jesu Geist und Jesu Weise zu bauen leiten lassen wollen, wird alles so einfach und natürlich. Es ist daher unsere unausweichliche Pflicht gewesen, selbsternannte Baumeister dazu zu bringen, sich zu schämen. Lies Hes. 43, 10-11 und denke darüber nach. Das sind Worte für Baumeister aller Art, die geistliche Gebäude ohne Kreuz und Anstoßsteine aufrichten. Nur im Geist des Kreuzes Christi können wir dem Volk die Form dieses Tempels und seine Einrichtung zeigen. Nur in diesem Geist können wir das wohlgeordnete Bauwerk vermessen. Es ist daher unsere Aufgabe gewesen, durch die Gnade Christi etwas über dieses herrliche Haus zu verkündigen, wo alle Feindschaft getötet ist, indem jeder Einzelne mit Christus gekreuzigt ist. Die Gemeinschaft kommt unter solchen Voraussetzungen von selbst und das bewirkt, dass es fein und lieblich ist, wenn Brüder in Eintracht beisammen sind. Wir erhielten herzliche Telegramme aus der Finnmark, aus Nordland und aus Kristiansand. Für diese danke ich hiermit.

Alle Dinge sind Gottes Diener. Im Hinblick darauf sind auch aller Widerstand und alle Warnungen gegen uns, schriftlich und auch mündlich, zu großem Segen für uns geworden. Die Konferenzen sind fast chemisch rein von übersatten, reichen, religiösen Menschen. Sie wurden vom Wort des Kreuzes so abgeschreckt, dass sie sich weit weghalten. Dies hat zur Folge, dass wir es so still und friedlich haben. Oberflächliche Reiseprediger halten sich fern und raten all ihren Zuhörern und Gleichgesinnten, dasselbe zu tun. Wie weisheitsvoll Gott alle Dinge macht und wie alle Dinge denen zum Besten dienen, die seinen Namen fürchten. Auch wenn sie glauben, Gott einen Dienst zu erweisen, indem sie seine Jünger verfolgen und mit allerlei Bosheit zu Tode bringen, dient es zum Besten; denn dieses Christusleben gedeiht nicht ohne Trübsale.

Es ist selig, mit Christus und miteinander in der Leidensgemeinschaft vereint zu werden. Wer Christi Leiden nicht kennt, sollte nie als des Blinden Auge und des Lahmen Fuß und als Licht derer, die im Finstern sitzen, auftreten. Es sind zerstoßene Oliven nötig, um Licht zu geben, und es muss viel in unserem Leben zerstoßen werden, bevor Christi Licht und Gottes Erkenntnis aus uns hervorstrahlen können.

Die Seelen brauchen keine trockene Form der Lehre. Sie brauchen Geist und Leben über ihrem dürren Land. Das Aufzählen von Schriftstellen ist geisttötend, wenn die Leitung des Geistes Gottes weg ist. Wir müssen deshalb beten, viel beten, damit wir wie eine Wolke voller Regen sein können. Möge Gott uns Gnade geben, dass wir uns als solche begegnen können bei der nächsten Konferenz – der Pfingstkonferenz, die in Hønefoss stattfinden wird.