Gesammelte Schriften Band 3 • 1918 - 1923

Johan O. Smith

Skjulte Skatter 1921-05 - Reinheit des Sinnes

Gesammelte Schriften Band 3 • 1918 - 1923

Reinheit des Sinnes

Neulich schrieb mir ein Bruder und stellte mir verschiedene Fragen, die sein geistliches Leben betrafen. Da ich glaube, dass er es aufrichtig meinte und es vielen so geht wie ihm, glaube ich, dass es von Nutzen sein kann, auf die Sache etwas näher einzugehen. Er teilte mit:

  • 1. dass er keinen beständigen Frieden hatte.
  • 2. dass Satan ihm hin und wieder so zusetzte, dass sein Sinn in Aufruhr geriet und er zornig wurde.
  • Wenn man der Sünde unterliegt, dann soll man sie solchen Menschen bekennen, zu denen man Vertrauen hat. Danach soll man beten und den Kampf gegen diese Sünde aufnehmen. Beschäftige dich in deinem Sinn und in deinen Gedanken nicht mit der Sünde, zu der du am meisten neigst. Jage die Gedanken an solche Dinge ganz bewusst von dir. Widerstehe Satan fest im Glauben, so wird er von dir fliehen. Dass du zornig wirst, ist nur Hochmut. Du meinst, dass jemand deiner Ehre zu nahe tritt. Bedenke und führe dir vor Augen, wie viel Hohn und Spott Jesus erdulden musste. Du hast wohl nicht mehr Recht auf Ehre als er. Niemand von uns hat das. Wir haben kein Recht, zornig zu werden. Wer geringe Gedanken über sich selbst hat, findet, dass es recht ist, wenn er nicht beachtet wird. Aber der Hochmütige empört sich und wird zornig, wenn sich ihm etwas in den Weg stellt.

    Ein Mann schrieb einmal folgende Worte der Weisheit in ein Lehrbuch für Jugendliche:

    „Wer zornig ist, sieht in den Augen eines Ruhigen wie ein Verrückter aus.“

    Kommt der Sinn in Aufruhr, regen sich die Lüste im Leib. Wenn Satan dir Vorträge über deine gekränkte Ehre hält, dann höre nicht auf ihn. Du hast keine Ehre, wenn du dem Apostel nachfolgen willst, der sagt, dass er verachtet war. Gott gibt keinem Menschen seine Ehre. Aber Gott ehrt denjenigen, der sich in der Prüfung bewährt. Doch wer bis hin zum Zornigwerden um seine eigene Ehre besorgt ist, bewährt sich nicht in der Prüfung.

    Wir haben alle die Sünde im Fleisch in uns. Lass diese nicht den Sinn beeinflussen. Denn wir sollen mit unserer Gesinnung dem Gesetz Gottes dienen. Röm. 7, 25.

    Der Gottlose dient der Sünde und den Lüsten mit seiner Gesinnung. Darum hat der Gottlose keinen Frieden. Aber wir sollen böse Gedanken und fleischlichen Gewinn und die fleischliche Lust bewusst weit weg von uns jagen. Wenn wir das tun, dann kommt der Friede wie ein Wasserstrom. Satan schafft es nicht mehr, dass wir zornig werden. Aber man muss wachen und beten, denn unser Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge. Von einem Mann, der zornig ist, kann man sagen, dass er von Satan verschlungen ist.

    Sei deshalb nüchtern und wache. Halte die Gesinnung rein.