Die Schrift verstehen
„Da öffnete er ihnen das Verständnis, sodass sie die Schrift verstanden.“ Lk. 24, 45.
Wir alle sagen immer wieder: „Hier steht so, Lukas sagt so, Paulus so.“ Verstehen wir denn, was wir lesen? Hat der Herr uns das Verständnis öffnen können?
Philippus wurde vom Engel des Herrn auf die Straße gesandt, die von Jerusalem nach Gaza hinabführt. Diese Straße ist öde. Hier traf er den Kämmerer, der auf einem Wagen saß und den Propheten Jesaja las. Philippus sprach zu ihm: „Verstehst du auch, was du liest? Er aber sprach: Wie kann ich, wenn mich nicht jemand anleitet? Und er bat Philippus, aufzusteigen und sich zu ihm zu setzen.“ Apg. 8, 31.
Nicht nur die Straße von Jerusalem nach Gaza war öde, sondern auch im Herzen des Kämmerers war es öde und leer, denn er verstand nicht, was er las. Aber nachdem Philippus ihm den Weg der Erlösung erklärt hatte, zog er seine Straße fröhlich.
Die Schriftgelehrten erfassen die Schrift mit ihrem Kopf, aber ihr Herz bleibt so kalt wie zuvor. Wenn Gott uns das Verständnis öffnet, sodass wir wirklich verstehen, was wir lesen, dann ergeht es uns wie den Jüngern, die zueinander sagten: „Brannte nicht unser Herz in uns, als er mit uns redete auf dem Wege und uns die Schrift öffnete?“
