Friede.
Danke für deinen sehr lieben Brief vom 22. des Monats. Es war gut, jetzt von euch zu hören, denn ich wollte gerne erfahren, wie es euch auf der Konferenz in Molde ging. Ich habe das bestimmte Gefühl, dass es jetzt in Westnorwegen gut geht, was nicht zuletzt mich freut. Du erwähnst nichts von Johan Lohne. Ich würde gerne wissen, wie es um ihn steht – ob er mit euch zusammen war usw. Es ist mein Los geworden, auch mit diesem Bruder zu arbeiten, daher würde ich auch gerne wissen, wie es ihm geht. Wie gerne ich auch bei euch gewesen wäre – es ließ sich nicht machen. Es war eine Führung Gottes, als ich dich zum ersten Mal in Aalesund traf. Solche Reisen bekommt man kaum einmal wieder.
Heute bekam ich einen Brief von Br. D. Kvalheim, der berichtet, dass es ihnen allen gut geht. Letzten Sonntag war ich in Kristiania bei der Beerdigung von Schw. Hilda Broks. Die beiden Brüder Risnes, Br. Aslaksen und viele Geschwister waren dort versammelt. Es war wie eine richtige kleine Konferenz. Wir konnten nicht trauern, sondern uns nur darüber freuen, dass auch diese treue Seele den Kampf vollendet und ein gutes Beispiel hinterlassen hatte, das der Nachfolge wert ist. Es war eine Führung Gottes, dass Br. Bekkevold zur rechten Zeit nach Kristiania kam, um nach Br. Torleif Hansen den Hirtendienst in der Gemeinde zu übernehmen. Er fühlt sich so wohl und geht mit der ganzen Kraft seiner Seele in seinem Dienst für den Herrn auf. Er hat eine besonders gute Art zu leiten. In Drøbak halten nach dem Heimgang meines lieben Bruders alle treu zusammen, ja es sind mehrere Brüder dazugekommen. Neulich wurden sechs der Geschwister dort getauft. In der Gegend südlich von Hønefoss geht es vorwärts. Br. Aslaksen und Br. Grønneberg tun eine gute Arbeit. Hier in Horten beginnt das Licht für einen Waffenmechaniker der Marine aufzugehen. Er freut sich wie ein Kind. Er war in seiner Jugend Heilsarmeeoffizier, war aber über 20 Jahre lang abgefallen. Ich bin guter Zuversicht, was ihn betrifft.
Ja, Gott ist gut zu uns. Er hat uns mehr gesegnet, als ich mir vorstellen konnte. Wenn ich daran denke, wie verachtet und ausgestoßen wir waren, und jetzt all diese lieben Geschwister sehe, die unser Schicksal teilen, dann wird mein Herz voll Lob und Dank gegenüber Gott.
Es freut mich, dass du dich derer annimmst, die getauft werden wollen, und dass du beim Abendmahl dienst. Möge Gott dir große Gnade und Kraft in all deinem Dienst für ihn geben. Ich würde gerne noch mehr über die Einzelnen hören, falls du Zeit findest, etwas ausführlicher zu schreiben. Das Herz der Väter ist den Kindern zugewandt und ich hoffe, dass auch das Herz der Kinder den Vätern zugewandt ist. Dies ist der Wille Gottes.
Grüße die Geschwister.
Sei herzlichst gegrüßt von deinem für den Glaubensgehorsam streitenden Bruder
J. O. SmithEs war eine schöne Summe, die ihr für die Geschwister in Vardø eingesammelt habt. Von Horten haben wir neulich 100,00 Kr. geschickt.
Das wird sie da oben erfreuen.
