Das Wort
„Aber das Wort der Verkündigung hat jenen nicht geholfen, weil es bei den Hörern nicht mit dem Glauben verbunden (a. Ü.: zusammengeschmolzen) war.“ Hebr. 4, 2.
Johannes sagt: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott (andere Übers.: Er war im Anfang bei Gott).“
Das Wort wird durch Hören angenommen und muss durch Glauben mit denen, die es hören, zusammenschmelzen – wenn es uns zu einem Nutzen werden soll. Das Wort macht vorgefasste Meinungen und das, dass man keine Meinung hat, zunichte. Es wirft Licht auf verkehrte Vorstellungen und dringt in unsere Finsternis und unser unbewusstes Wesen ein. Wo vorher Leere, Dornen und Disteln waren, bringt das Wort Leben und fruchtbaren Boden.
Man kann das Wort durch einen gottesfürchtigen Menschen oder direkt durch Gottes Geist hören. Nun können die allerwenigsten Menschen das Wort schon aufgrund der Stimme des Geistes glauben. Man tut sich in der Regel schwer damit, das Wort zu glauben, selbst wenn es durch drei oder vier Menschen vermittelt wird – zusätzlich zum Zeugnis des Geistes im eigenen Herzen. Dies ist Unglaube und hindert das Zusammenschmelzen des Wortes mit der betreffenden Person.
Das Wort wird auch als „Er“ bezeichnet. „Er war im Anfang bei Gott.“ Joh. 1, 2.
Wo das Wort erkannt und angenommen wird, da wird „Er“, nämlich Christus, offenbart, der durch Glauben in unseren Herzen wohnt.
Dieser „Er“ ist nicht nur wie Christus in Ewigkeit, bevor die Welt war – ein Christus ohne uns. Nein, es ist ein Christus, der mit unserer Person zusammengeschmolzen ist. Wir sind ein Geist mit ihm, ein Leben mit ihm geworden. Wir sind durch Glauben mit ihm zu einer Person zusammengeschmolzen. Hierin besteht unsere Erlösung.
Sünde und Unglaube sind aus unserem Menschengeist, unserer Gesinnung und unserem Bewusstsein hinausgetrieben. Wir sind nicht mehr fleischlich, sondern geistlich, wenn denn Gottes Geist in uns wohnt. Röm. 8, 8-9. Röm. 7, 5.
Dies ist der Fall, soweit das Wort durch Glauben in unser Bewusstsein eingedrungen ist. Aber Christus übertrifft alle Erkenntnis, sodass er „ein Weg“ wird, auf dem wir wandeln können, und „ein Brot“, von dem wir unser ganzes Leben lang essen können.
Er ist zu einem lebendigmachenden Geist geworden. Um das werden zu können, musste er einen Tod im Leib einführen. Blut musste fließen, um alle Sünde wegzureinigen.
Sowohl Sünde „außerhalb des Leibes“ als auch Sünde „im Leib“.
„In ihm (im Wort) war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.“ Joh. 1, 4.
„Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat’s nicht ergriffen.“ V. 5.
Wo das Wort eindringt, entstehen Leben und Licht. Tod und Finsternis verschwinden.
Widerstehe niemals dem Wort, diesem herrlichen, lebensspendenden und erleuchtenden Wort. Widersteht aber Satan, so flieht er von euch.
