Gesammelte Schriften Band 3 • 1918 - 1923

Brief an Andreas Nilsen, 1920-02-21

Gesammelte Schriften Band 3 • 1918 - 1923
P/S Norge, Haugesund, 21. 2. 1920
Lieber Bruder Andreas Nilsen,
Gottes guter Friede.

Wie du siehst, sind wir nun hier. Br. Birkeland ist auch dabei. Br. Berg ist hier bei der Fischereiaufsicht. Neulich waren wir bei „den Freien“ in einem großen Friseursalon. Br. Berg sprach und wurde mitten in seiner Rede unterbrochen. Sie wollten in ihren Versammlungen nichts von diesem Geist wissen. Danach stand ich auf und sagte ein paar Worte, worauf der Friseur die Versammlung davor warnte, von dem zu essen und zu trinken, was wir zu geben hatten. Er wollte unsere Anwesenheit in dieser Versammlung nicht haben. Wir gingen hinaus und freuten uns darüber, dass wir würdig waren, von der Synagoge ausgestoßen zu werden, wovon die Schrift spricht.

Sie hassen uns jetzt mehr als je zuvor. Doch hatten wir in der Versammlung des Friseurs garnicht so wenige Freunde. Mit diesen hatten wir am Tag darauf eine Nachversammlung. Br. Brunvold und seine Frau sind bereits ausgestoßen. Eine Schwester soll heute Abend für ihre Lehre verhört werden, und vermutlich sollen noch zwei bis drei Weitere drankommen. Arme Leute, sie haben mit Rauswürfen alle Hände voll zu tun.

Wir haben das Buch Ruth hier und da, wo wir hingekommen sind, verbreitet.

Ich höre, dass ihr in Brevik Fortschritte macht, und das freut mich. Vielleicht will Schw. Karine Jørgensen auch das Buch Ruth verkaufen. Sie kann ein paar Prozente für den Verkauf bekommen. Dies ist auch eine Art, auf die man arbeiten kann.

Die Brüder dringen überall wie ein Keil ein. Gott fügt zur Gemeinde hinzu. Sie fürchten uns wie die Pest und das mit einer Furcht, die vom Herrn ist. Für uns geht es darum, dass wir feststehen und uns nicht einschüchtern lassen. Dies wird unseren Gegnern ein Zeichen des Untergangs werden. Halte aus mit dem Bruder, über den du sprachst. Alles kann sich zum Besten wenden.

Grüße die Geschwister und dein Haus.

Sei herzlich gegrüßt von deinem Bruder und Mitdiener

J. O. Smith