(Original fehlt)
Friede.
Herzlichen Dank für deinen Rundbrief. N. N. will gerne den Kern der Sache erfassen und dabei mit heiler Haut davonkommen. Ja, das wollen viele, aber Gott sei gedankt, dass das nie gelingt. N. N. wird sich wohl schwerlich selbst Kratzer in die Haut machen, das wird daher sicherlich unsere Aufgabe werden. Wir sind Diener eines neuen Bundes, des Geistes. Es gibt bestimmt auch innerhalb von N. N.‘s Haut „Höhen“ genug, die man anpacken und niederbrechen könnte, sodass er dadurch den Kern der Sache erfassen könnte; den er nun so gerne mit heiler Haut erfassen will. Aber alles muss im Geist geschehen. Man kann nicht aufbauen, außer im Geist, ebenso kann man auch nicht niederbrechen, außer im Geist, denn ohne mich, sagt Jesus, könnt ihr nichts tun.
Es ist wahr, dass man mit Tränen säen muss. Es wird herrlich sein, mit Freuden ernten zu dürfen. Wüsste ich nur ein Mittel gegen Trägheit, gegen geistlichen Krebs. Stumm sein ist ein widerliches Versteck. Man kann nirgends ein Brecheisen ansetzen. Dieses ja, ja zu allem, was man sagt, habe ich bald satt. Ich habe fast mehr Glauben für direktes Widersprechen, denn dann kann man ringen, bis einer aufgeben muss. Ich habe mehrere solche stummen Menschen getroffen. Sie wollen es so gut machen und meinen es so gut, dennoch stehen wir ihnen machtlos gegenüber. Das Blut des Bundes, Geist und Leben – kommt nicht zu ihnen, wie wir es wünschen würden. Ja, du kennst das sicher aus Erfahrung.
Grüße die Geschwister, wo du hinkommst.
Brüderliche Grüße in der Liebe Christi von deinem im Dienst mitarbeitenden Bruder
J. O. Smith