Gesammelte Schriften Band 2 • 1912 - 1917

Brief an Elias Aslaksen, 12.11.1913

Gesammelte Schriften Band 2 • 1912 - 1917
Horten, den 12. Nov. 1913
Lieber Bruder Elias Aslaksen,
Gottes Gnade und Friede.

Danke für deinen lieben Brief, den ich heute erhalten habe. Es war eine Freude, von dir und der Arbeit in Kristiansand zu hören. Br. Birkeland fuhr gestern von hier mit der P/S Norge nach Kristiansand ab. Ich hoffe, dass er durch Gottes Gnade den Heiligen zur Hilfe sein wird. Er freute sich sehr darüber, dieses Mal nach Kristiansand zu kommen, da er das Gefühl hatte, dass es dort etwas für ihn auszurichten geben würde. Ich habe an Br. Plum geschrieben und ihm die Informationen weitergegeben, die du mir in Bezug auf den Kauf von „Bønnen“ (Das Gebet) gegeben hast. Das mit Hellum war traurig. Ich höre, dass du nächste Woche nach Fredericia abreist; das ist ein weiter Weg und eine kurze Zeit, wenn du Mitte Dezember wieder zurück sein sollst; aber Gott kann deinen Aufenthalt dort segnen.

Der Weg ist schmal, der zum Leben führt; und wenige sind es, die darauf gehen. Für mich sieht es so aus, als ob es weniger und weniger auf diesem Weg werden. Es ist gut, das Wort von der Geduld zu bewahren; denn das wird eine gottesfürchtige Gesinnung fördern und das Werk mehr vollkommen und ganz und die Verheißung größer machen. Offb. 3, 10.

Es freut mich, dass Aksel in Richtung Osten unterwegs ist. Hier gibt es viel Arbeit auszuführen; aber nur selten kann man einen Bruder finden, der für den Dienst geeignet ist. Ich kann dich damit erfreuen, dass zwischen Pettersen und Andresen in Sarpsborg alles bereinigt ist. Andresen scheint mit raschen Schritten vorwärtszugehen und Br. Pettersen konnte ihn nicht genug loben. Schwester Kristine in S. wurde auch lobend erwähnt, als wir vor 14 Tagen dort waren. Die Geschwister hier werden mehr und mehr vertraut mit dem Leben und dem Weg, sodass es eine wahre Freude ist, mit ihnen allen zu sprechen. Br. Tobiassen wohnt jetzt hier bei Schwiegermutter. Ich werde voraussichtlich den ganzen Winter in Horten sein, aber an Neujahr hört meine Arbeit beim Kriegskommissariat auf.

Die Herausgabe des Monatsblattes funktioniert wohl ebensogut, wenn ich nicht da bin; aber wovor ich am meisten Respekt hatte, war, für jeden Monat Stoff zu finden – falls Aksel krank werden sollte. Du wirst in so einem Fall wohl aushelfen und so wird alles gehen wie zuvor. Die Geschwister in Sarpsborg hatten jedes Mal, wenn das Monatsblatt herauskam, eine sehr gut besuchte Versammlung, sagten sie; denn dann bekamen sie mal den einen, mal den anderen zu hören. Der Mann von Marie Hansen geht trotz allem doch vorwärts; aber er hat schwere Kämpfe mit seinem Gemüt. Er nimmt alles an, was ich ihm sage, sogar Zucht. Nun werden er und die Familie demnächst nach Drammen reisen, um sich dort niederzulassen. Hier gibt es hin und wieder eine Kündigung – aber auch den einen oder anderen neuen Abonnenten. Wir werden Gott bitten, dir auf deiner Reise nach Dänemark Gnade und Gelingen zu geben. Grüße die Geschwister dort, ebenso in Kristiansand. Judith hat nach deiner Anweisung ein paar Lieder zum Durchlesen hergeschickt. Soweit man erkennen konnte, war nichts gegen sie einzuwenden, nur waren einzelne wenig inhaltsreich. Dies sollte man wohl auch in Betracht ziehen, wenn man beurteilt, inwiefern sie gedruckt werden sollen oder nicht. Es wäre schön, wenn wir etwa 100 neue Lieder erhalten könnten, bevor sie gedruckt werden. Wir erwarten nun Aksel in Horten, bevor er nach Kristiania weiterfährt. Sei aufs Herzlichste von uns allen hier gegrüßt.

Dein in der Gemeinschaft des Geistes hingegebener Bruder

Johan

Grüße zuhause.

Jes. 43, 8.