Gottes Friede.
Herzlichen Dank für deinen lieben Brief, der zu großer Freude war. Ich habe ihn Karl vorgelesen und ihn auf die P/S Eidsvold an die Brüder Ellefsen und Birkeland geschickt und bat sie, ihn weiterzuschicken an Br. Tobiassen, der auch Luft unter den Flügeln braucht. Ich lege eine Karte von Aksel bei. Br. Frodesen wollte, dass man 2000 Skj. Sk. von 1912 drucken und binden lassen sollte, damit er sie für die Afrikamission verkaufen könne. Ich riet Aksel ab, das zu tun, sondern sich lieber mit aller Macht dafür einzusetzen, die innere Handlungsfähigkeit zu stärken. Diejenigen, die außerhalb sind, haben unserer Erkenntnis nichts hinzugefügt, es steht ihnen auch nicht zu, die Früchte zu genießen. Außerdem würden sie mit der Zeitschrift Unruhe stiften – wenn der Verdienst zu groß würde. Mit dem Monatsblatt muss man im Äußeren so in Reinheit umgehen, wie sich dessen Inhalt um innere Reinheit dreht. Darin ist Aksel einig, wie auf der beigelegten Karte zu sehen ist.
Lieber Bruder, hier spielt es keine Rolle, ob man jung an Jahren ist, denn Verstand vom Herrn ist das rechte Alter in der Versammlung der Weisen. Es gibt viele ältere Brüder in Sarpsborg. Es ist schwierig mit solchen. Sie wollen gerne etwas alte Lehre (alten Sauerteig) behalten. Man muss sie von so etwas leerpumpen, „Lehre“ nach dem Fleisch richtig abscheulich für sie machen. Wenn man angefangen hat, das Wort anzunehmen und es sprießt, dann sprießt auch das Unkraut, das man – wenn man treu sein will – ohne Barmherzigkeit mit der Wurzel ausreißen muss. Hier gilt kein Ansehen der Person, hier muss man seine Stellung, sein Alles aufs Spiel setzen. Untreue in diesem Stück bringt Satan Sieg. Eine ständige Übung darin bewirkt, dass es Natur wird. Streitfragen wie Taufe, Religionsunterricht für Kinder usw. muss man für das weitaus Wichtigere fahren lassen. Was wir die Menschen zuallererst lehren müssen, ist Gottesfurcht, Absonderung, dass sie das Kreuz und den Kampf aufnehmen und die Feigheit hinausjagen, dass sie lernen, selbst zu denken. Wir müssen sie lehren, wach zu werden. Und wenn man sie nicht lehren kann, wach zu werden, dann muss man sie wachrütteln. Wenn jemand etwas Besonderes sein will und Neigungen in diese Richtung hat, dann muss ein solcher ständig das Gefühl haben, dass man ihn im Auge behält. Er darf sich in diesem Zustand nie sicher fühlen. Denn solche sind zu feige, die Werkzeuge Gottes direkt anzugreifen, aber sie versuchen, die schwachen Seelen zu verschlingen, mit denen man arbeitet. Du schriebst einmal ungefähr so, dass es Eitelkeit sei, außerhalb der Gemeinde zu arbeiten; sondern dass alle Arbeit mit ihr vor Augen ausgeführt werden müsse. Darin bin ich ganz einig mit dir. Sie sollen zu uns kommen, nicht wir zu ihnen. Gott hat dir Gnade gegeben; lass niemanden mit deiner Zustimmung anderswo herein. Wir müssen Kleinigkeiten außer Acht lassen und unsere Kraft auf das Notwendige konzentrieren. Denn Einigkeit macht stark und nicht zuletzt Einigkeit im Geist.
Grüße Br. Pettersen und seine Frau, ebenso Andresen.
Liebe Grüße
Dein JohanSchreibe mir ein wenig über die internen Verhältnisse, denn das ist von großem Interesse. Ich meine, innerhalb der Gemeinde. Ob sich bei welchen abzeichnet, dass sie sich als Diener eignen usw. In Bezug auf Moss habe ich an Aksel geschrieben, dass man versuchen sollte, Axel Wold zu gewinnen und danach die anderen. Denn nun wissen sie weder ein noch aus.
