Gottes Gnade und Friede in Christus Jesus.
Danke für deinen lieben Brief, den ich bekommen habe. Hier bei uns im Wohnzimmer steht ein Regenschirm, der vermutlich dir gehört und den ich wohl am besten zu deinen Eltern in Kristiania schicke.
Der Tag deiner Hochzeit nähert sich, der für eine Braut Christi ein Tag wie andere Tage sein sollte. Die Ruhe in Gott wird das Ganze dahin lenken. Denn aller Rummel ist vom Fleisch – und nach dem Fleisch.
Lieber Bruder, ich muss sagen, wie es vonseiten der Geschwister in Horten ist. Wie du weißt, haben wir in Liebe zu dir nun über ein Jahr lang Geld für dich gesammelt, um auf diese Weise für die Förderung des Reiches Gottes zu arbeiten. Und es wäre uns weiterhin lieb gewesen, wenn wir damit fortfahren könnten, dich zu unterstützen – besonders im Hinblick auf Reisen. Doch jetzt sind die finanziellen Verhältnisse hier so schlecht, dass wir nichts haben, um intern zu unterstützen. Und es hat sich mehrere Male gezeigt, dass dies nicht gut ist. In einer Notlage ist eine Einzelperson über Vermögen belastet worden. Daher haben wir beschlossen, als Hochzeitsgeschenk von den Geschwistern aus Horten alles von der Bank abzuheben und alles aus der Kasse zu nehmen und euch zu schenken. Doch anschließend müssen wir versuchen, interne Anliegen zu unterstützen, sodass wir hiernach nicht alles hergeben können. Doch du bist der Arbeiter im Weinberg des Herrn, der uns am meisten am Herzen liegt. Daher wollen wir, wenn die Kasse die Ausgaben trägt und der Herr segnet und du ab und zu nach Horten kommst, versuchen, dir zu helfen.
Wenn wir es auf diese Weise regeln müssen, dann ist es deshalb, weil es mehrmals Uneinigkeiten wegen finanziellen Schwierigkeiten gegeben hat. Und die Gemeinde darf nicht dafür verantwortlich sein, dass jemand Schulden macht. Dies gehört zur Reinheit.
Daher habe ich das Vertrauen zu dir, lieber Bruder, der du jemand bist, der die Wahrheit über alles liebt, dass du diese Verhältnisse verstehst und teilweise schon verstanden hast. Was den Verkauf von Losen usw. betrifft, haben wir damit aufgehört, denn das ist auch nicht so rein, wie es sein soll. Besser weniger und rein.
Sei frei von allem und allen – denn der Herr wird für dich sorgen. Dies sage ich im Hinblick auf die Verhältnisse in Hønefoss. Behalte die Autorität, die du von Gott bekommen hast, und lass dir von keinem wohltätigen Geber die Vollmacht rauben, dort zu rügen, wo Zucht erforderlich ist. Du bist jetzt in Verhältnisse hineingekommen, in denen Gott von dir eine außerordentliche Treue fordert, dass du niemandes Person ansiehst und dich nicht durch Geschenke verderben lässt. Dies schreibe ich nicht, weil du es nicht weißt, sondern um an die Dinge zu erinnern und damit Gott durch deine Hand umso mehr ausrichten kann.
Liebe Grüße von deinem allezeit ergebenen Bruder in Jesus Christus
JohanWas die Konferenz betrifft, nehme ich an, dass es passen wird.
