Der folgende Brief ist vermutlich am 4. 12. geschrieben, was aus dem Inhalt im Kontext mit den anderen Briefen aus dieser Zeit hervorgeht.
Gottes Friede.
Wir liegen nun hier und warten auf die „Frithjof“, die uns ab dem 6. dieses Monats ablösen soll. Wenn du diesen Brief bekommst, sind wir vermutlich schon weit gekommen auf dem Weg nach Bergen. Anbei schicke ich dir ziemlich viele Briefe sowie ein Foto von den Schwestern aus Drøbak, wo es gute Fortschritte gibt. Meine Frau berichtet, dass ein Prediger Yström, dessen Arbeit in Horten Erweckung gebracht hat und der dort eine ganze Schar Jugendlicher gewonnen hat, nun durch Karl Pedersens Arbeit angefangen hat, das Wort anzunehmen. Man sagt, dass er sich sehr verändert hat, und Karl leitet die Versammlungen, wenn er nicht da ist. Karl Pedersen war ziemlich unbeugsam, wie du weißt. Aber dann verlor er plötzlich seine einzige Tochter durch Diphterie. Das hat ihn sehr mitgenommen; er lief von einem Zimmer ins andere und wand sich vor Schmerz. Gott versteht, sein Volk auszubilden. Ich hoffe, dass nun alles gut gehen wird; es ist ein erwecklicher Geist in Drøbak und in Horten. Schw. Gunda Willersrud ist nun vermutlich in Aalesund; ihre Arbeit in Drøbak ist nicht vergeblich gewesen. Möge Gott sein Volk an allen Orten segnen, sodass wir einander als gute Haushalter der mannigfaltigen Gnade Gottes dienen können. Ich bin etwas besorgt über Aalesund, weil ich von dort schon lange nichts mehr gehört habe. Sie sind alle jung und unerfahren auf diesen inneren Wegen. Doch haben sie eine gute Herzensgesinnung und großen Eifer und große Gottesfurcht bewiesen, daher glaube ich, dass sie aus allen Schlingen Satans errettet werden.
In Vardø gibt es jetzt eine kleine gute Versammlung. Mehrere aus der Heilsarmee kamen hinzu, sogar der Leutnant selbst nahm seinen Abschied und fuhr am 26. letzten Monat heim. Bevor er abreiste, legte er vor den Soldaten ein Zeugnis ab und sagte, dass sie ihr Leben verändern müssten; es wäre nicht so, wie es sein sollte. Die Offiziere der Heilsarmee taten alles, um ihn zu behalten, aber nichts half. Im Krankenhaus von Vadsø hatten wir am Sonntag eine Bibelstunde für ein paar Diakonissen und Schw. Sigrid Dannell, die ja schon lange dabei ist.
Schicke alle diese Briefe mit einem lieben Gruß an die Geschwister in Aalesund. Schicke diesen Brief an Schw. Anna Belden. Sie wird die Briefe den Geschwistern vorlesen. Bitte sie, die Briefe mit lieben Grüßen an alle Geschwister dort an Didrik Kvalheim, Moldøen, zu schicken. Br. Kvalheim möchte ich bitten, die Briefe an Br. Johan Lohne, Espeland bei Bergen zu schicken, mit lieben Grüßen an alle die Geschwister, die er um sich hat. Br. Johan Lohne kann mir dann in Haugesund das Foto und die Briefe wieder zukommen lassen. Auf diese Weise bekommt ihr alle einen Überblick über die aktuelle Situation und über die Arbeit.
Herzliche Grüße an dich und dein Haus und die Gemeinde in deinem Haus von deinem am Dienst und an der Trübsal teilhaftigen Bruder
J. O. SmithDer mit Helga unterschriebene Brief ist von Aksels Frau.
