Das Reich Gottes wird durch Arbeit gefördert
„Mein Vater wirkt bis auf diesen Tag, und ich wirke auch.“ Joh. 5, 17.
Es ist der Wille Gottes, uns zu seinen Mitarbeitern zu machen. Wenn es Satan gelingt, einen Gläubigen mutlos und unwirksam zu machen, dann ist er auf dem besten Weg, den Betreffenden zu einem Gegner des Werkes Gottes zu machen. Der gläubige Arbeiter ist der schlimmste Feind der finsteren Mächte. Gottes Arbeit ist direkte Aktion gegen das Heer des Feindes. Satan trachtet daher als erstes danach, dass die Arbeit zum Erliegen kommt. Gelingt es ihm, diese zu stoppen, dann dringt er später weiter vor.
Manche werden fragen: Wie soll ich arbeiten? Mit wem soll ich anfangen? Wohin soll ich reisen? Von wem soll ich ausgesandt werden?
Du sollst die Arbeit tun, die dir vor den Füßen liegt, und mit der Person anfangen, der du auf deinem Weg begegnest. Alles wird sich auf natürliche Weise zurechtlegen. Einen Arbeiter, der arbeiten will und kann, kann man überall gut gebrauchen; und wohin er auch reist, arbeitet er, weil es ihm ein Anliegen ist. Wenn der innere Antrieb zur Arbeit stark ist, fragt man nicht nach jemandem, der einen aussenden soll, denn der innere Antrieb zur Arbeit sendet einen aus.
Wenn du also wartest, bis dich jemand aussendet, dann liegt das daran, dass du jemanden haben willst, der dich absichert – sowohl finanziell als auch bezüglich deiner Fehlgriffe. Ein Arbeiter, dem es ein inneres Anliegen ist, braucht nicht von Menschen ausgesandt zu werden. Dies ist das Vollkommene, aber nicht alle haben diesen inneren Drang in sich. Manche müssen losgeschickt werden, um tätig zu werden.
Paulus sagt von sich selbst: „Ich habe mehr gearbeitet als sie alle; jedoch nicht ich, sondern die Gnade Gottes, die mit mir ist.“ 1. Kor. 15, 10.
Es gibt viel zu viele Zuschauer unter den Christen, und eben diese entwickeln sich zu Kritikern und Richtern nach dem Fleisch. Wer arbeitet, entwickelt seine Fertigkeit in der Arbeit, findet bessere und geschicktere Arbeitsweisen und vermehrt sein Pfund und sein Vermögen.
Manche sagen fälschlicherweise, man müsse still abwarten, bis Gott in uns das Wollen und das Vollbringen wirkt. Gott wirkt in dir schon seit Jahren „das Wollen“; aber du willst nicht, deshalb kommst du auch nie zum „Vollbringen“. Gott stellt uns nicht „ohne unseren Willen“ als Arbeiter ein. Wollte er dies tun, könnte er ebenso gut Stock und Stein gebrauchen. Wenn er mich „ohne meinen Willen“ gebrauchen würde, dann wäre ich wie eine Maschine; und daraus würde keine Frucht für mich.
Satan arbeitet auf das Ziel hin, unseren Willen aus dem Weg zu räumen, sodass er einen Leib bekommt, in dem er wohnen kann. Gott hingegen möchte unseren Willen stärken, sodass dieser Wille Satan im Fleisch überwindet. Dies ist der Same der Frau, der der Schlange den Kopf zertreten soll. Arbeite deshalb, solange es Tag ist; es kommt die Nacht, da niemand wirken kann.
Die Geschwister in Westnorwegen müssen arbeiten, das anpacken, was vor ihren Füßen liegt. Seid niemandem zur Last; schließt auf diese Weise die betrügerischen Arbeiter aus. Die Felder sind reif zur Ernte. Die Geschwister in Südund Ostnorwegen müssen arbeiten; der Teig muss durchsäuert werden. Gott ist mit uns in dieser Arbeit; das ist das Beste von allem.
Satan ist überall zugange, und will lähmen und Passivität erzeugen; in Scharen macht er Menschen zu religiösen Zuschauern und Kritikern. Deshalb besteht unsere Arbeit darin, zusammen mit Christus die Werke des Teufels durch aktive Offensive zu zerstören. Der böse und faule Arbeiter vergräbt sein Pfund in der Erde; aber der willige Diener kommt oft zum Einsatz, eben weil er willig ist.
Manche sitzen da und warten und warten Jahr und Tag, dass Gott sie wie ein daherfahrender gewaltiger Wind aus ihrem Schlummer emporhebt und in die Arbeit hineintreibt. Diese Erwartung ist von Satan. Während du wartest, ist die Arbeit in vollem Gange. „Mein Vater wirkt bis auf diesen Tag, und ich wirke auch.“ Und wir sind seine Mitarbeiter.
„Denn schon als wir bei euch waren, geboten wir euch: Wer nicht arbeiten will, der soll auch nicht essen.“ 2. Thess. 3, 10.
Aber zuerst das Natürliche, dann das Geistliche.
