Friede.
Wir kamen am Sonntag um 15 Uhr von Bergen hier an und um 17 Uhr bekam ich Landgang, gerade als bei Aarseth Versammlung sein sollte. Es war eine wahre Erquickung für meinen Geist, hierher zu kommen und die gute Ordnung und die Treue im Geist zu sehen, die sie bewiesen haben. Die Geschwister hier legen mit großer Freimütigkeit Zeugnis ab; der träge, faule Geist hat keine Macht und darüber freue ich mich. In Bergen kam von allen Seiten Widerstand.
Gestern bekam ich einen Brief von Br. Joh. Lohne und von Th. Ellefsen, die beide schreiben, dass es nun in Haugesund sehr gut geht. Br. Lohne ist ganz „begeistert“ – kann man wohl sagen – wie gesegnet sie es jetzt haben. Diese beiden Briefe habe ich an Bolsønes in Molde und an Br. Kvalheim geschickt. Br. Nils Risnes hat nun seine Stelle in Sarpsborg gekündigt und hat vor, in Aalesund zu wohnen. Er hatte vor, sie hier zu überraschen; aber nachdem er jetzt zuerst nach Haugesund und vielleicht nach Voss will, ist es wohl kein Geheimnis mehr. Er wollte dich gerne besuchen, bevor er nach Westnorwegen fährt, wo er dringend gebraucht wird. Bolsønes in Molde hat Mal für Mal um Hilfe gebeten; aber niemand hat kommen können. Hier leben die Geschwister völlig abgesondert. Schw. Aarseth kommt jetzt nach, sagen die Geschwister hier. Sie hat ihr Haus willig für die Versammlungen zur Verfügung gestellt. Ihr Mann ist auf Fischfang in Haugesund, was mich freut. Im Haus von der Hebamme Hagfoss können die Geschwister einund ausgehen. Sie freut sich darüber, dass sie dabei sein und mithelfen kann; sie ist es auch, die die Barzahlungen für Skj. Sk. entgegennimmt und die gebundenen Jahrgänge und das Liederbuch verkauft. Sie macht diese Arbeit richtig gut. Br. Hoff, den beinahe niemand verstehen konnte, gibt jetzt so klar und deutlich Zeugnis, dass es eine Lust ist, ihm zuzuhören. Er hat eine Mandoline gekauft, damit Anna Belden darauf spielen kann. Mit der alten Versammlung in Ystenes geht es sehr schlecht, wird erzählt. Es ist gefährlich, Gott zu widerstehen. Möge Gott seinem Volk helfen, sich nicht zu verstocken.
Ich höre, dass es in Drøbak gut geht. Wenn Gott für etwas ist, wer kann dann dagegen sein? Lorentz Risnes, ein Bruder von Nils, ist in Porsgrund, wo die freie Versammlung sich aufgelöst hat. Ein Br. Olsen ist von ihnen ausgegangen und hat die jüngeren Kräfte mitgenommen. Sie verkündigen das Wort vom Kreuz, sagt Br. Risnes, und haben es sehr gut zusammen. Br. Ellefsen, an den er schreibt, hat während seines Urlaubs vor, in Porsgrund vorbeizuschauen. Er hat nun 14 Tage frei; aber da es in Haugesund so gut geht, will er seinen Urlaub verschieben, bis sie nach Bergen zur Reparatur kommen. Rogde in Voss ist ablehnend geworden, sagt Risnes; aber mehrere dort wollen mehr hiervon hören. Gott sei gelobt, es entwickelt sich zum Siegeszug. Auf der „Norge“ gibt es sieben Brüder, einer davon ist ein Konstabler vom Marinekorps Frøiland aus Aalesund. Er hat eine Verlobte hier und Br. Birkeland hat die Geschwister gebeten, sie zu besuchen und sie zur Versammlung einzuladen. Br. Haagensen redete vor ein paar Tagen in Zungen, als wir zusammen in der Krankenkabine beteten.
Grüße dein Haus und Schw. Willersrud, die dies lesen sollte.
Liebe Grüße, dein Bruder
Johan