Die Stellung der Frau in der Gemeinde
„Wie in allen Gemeinden der Heiligen sollen die Frauen schweigen in der Gemeindeversammlung; denn es ist ihnen nicht gestattet zu reden, sondern sie sollen sich unterordnen, wie auch das Gesetz sagt.“ 1. Kor. 14, 33-34.
Sie sollen nicht reden, sondern sich unterordnen. Beachte den Gegensatz: Reden und sich unterordnen.
„Eine Frau aber, die betet oder prophetisch redet mit unbedecktem Haupt, die schändet ihr Haupt.“ 1. Kor. 11, 5.
Paulus geht davon aus, dass eine Frau beten und prophetisch reden kann. Aber wie kann jemand prophetisch reden und gleichzeitig schweigen? „Wer aber prophetisch redet, der redet den Menschen zur Erbauung und zur Ermahnung und zur Tröstung.“ 1. Kor. 14, 3. „Wer aber prophetisch redet, der erbaut die Gemeinde.“ V. 4.
Wir sehen immer wieder, wie der Buchstabe tötet, der Geist ist es, der lebendig macht. Doch wir sind Diener des Geistes und nicht des Buchstabens geworden.
Was ist also der Geist in diesen Gegensätzen des Buchstabens?
Jede Frau, die mit unbedecktem Haupt betet oder prophetisch redet, schändet ihr Haupt; der Mann aber ist das Haupt der Frau, wie Christus das Haupt der Gemeinde ist. Darum soll die Frau ein Zeichen der Unterordnung auf ihrem Haupt haben um der Engel willen.
Die Frau ist vom Mann und ist um des Mannes willen geschaffen, wie auch die Gemeinde vom Mann, von Christus, ist und um seinetwillen besteht.
Die Frau als der schwächere Teil soll sich daher dem Mann unterordnen, gleichwie die Gemeinde sich Christus unterordnet. Dieses Bild soll klar und deutlich bewahrt werden, damit wir immer daran erinnert werden, dass Christus das Haupt ist.
Wenn eine Frau also betet oder prophetisch redet, dann soll sie ihr Haupt mit einem Zeichen der Unterordnung bedecken. Sie soll auf diese Weise mitten in ihrem Reden zu erkennen geben, dass sie die ihr gebührende Stellung einnimmt als eine Frau, die ihren Platz versteht und die nicht vorhat, in ihrem Reden über ihr Maß hinauszugehen, sodass sie Lehrer oder Herr über den Mann wäre. In aller Unterordnung redet sie prophetisch zur Erbauung der Gemeinde.
Über das Erbauliche, Ermahnende und Tröstende in einer prophetischen Rede soll sie nicht hinausgehen, sondern schweigen. Sie soll keine Rede halten, in der sie Herr oder Lehrer des Mannes sein will. Diesbezüglich soll sie schweigen und sich unterordnen. Nicht weil sie in Christus geringer ist als der Mann, sondern weil sie sich als Repräsentant der Gemeinde nicht gegen ihr Haupt auflehnen soll.
Nun kommt es aber recht oft vor, dass die Frau geistlicher ist als die anwesenden Männer. Wenn sie nun nach ihrem Licht eine prophetische Rede hält, kann der Mann vielleicht viel daraus lernen. Dann wird sie ja dennoch ein Lehrer für den Mann. Was soll man dazu sagen? Nun, sie hat Erlaubnis und Freiheit, nach ihrem Licht zu reden, so weit es ihr möglich ist, nur soll sie in ihrem Geist rein von dem Gedanken sein, des Mannes Herr sein zu wollen. Der Mann soll in solchen Fällen nicht allzu ängstlich sein, dass die Frau seiner Ehre zu nahe treten könnte; denn dass er fleischlich ist, ist seine eigene Schuld. Als Mann geboren zu werden, macht niemanden zu einem Propheten oder geistlich, wenn man nicht im Geist wandelt.
Paulus befahl den Römern Phöbe an, die eine Dienerin der Gemeinde von Kenchreä war, dass sie diese in dem Herrn aufnähmen, wie sich’s ziemt für die Heiligen, und ihr in allen Dingen beistünden; denn auch sie hatte vielen beigestanden, auch Paulus selbst.
Diese Phöbe befand sich auf der Reise nach Rom; und Paulus empfiehlt, dass man sie dort im Herrn aufnehmen sollte als diejenige, die sie war, nämlich die Dienerin der Gemeinde in Kenchreä.
Paulus bittet, das Ehepaar Priska und Aquila als seine Mitarbeiter in Christus Jesus zu grüßen. Röm. 16, 1-4.
Der Mann hat alle Rechte, deshalb soll man der Frau das eingeschränkte Recht und die Ehre, die ihr gebührt, gönnen. Das ist Gerechtigkeit.
Mangelnde Erkenntnis hat dazu geführt, dass man nach dem Buchstaben gedient und auf diesen in dem Maß verwiesen hat, dass der Frau mehr Unterordnung auferlegt worden ist, als dies nach der Schrift der Fall ist. Wir müssen lernen, Diener des Geistes und nicht des Buchstabens zu sein. Wenn jemand sich an den Buchstaben halten will, ist er selbst ein Knecht und macht andere zu Knechten. Aber nach Gottes Wille und Absicht sollen wir keine Diener des Buchstabens sein. David aß von den Schaubroten, wodurch ihm das Leben erhalten wurde, was dem Buchstaben nach das Todurteil bedeutete, wenn jemand davon aß. Er verstand sich auf den Dienst des Geistes.
Was ist also zu tun? Die Frau soll in all ihrem Wandel und Reden dem Mann Ehrerbietung erweisen und sich nicht zum Haupt und Lehrer über ihn erheben. Der Mann hat sich selbst zu richten, wenn er sich unter der prophetischen Rede einer Frau gerichtet fühlt. Er kann nicht, um sein Fleisch zu verteidigen, zu so elenden Mitteln greifen wie: Du bist eine Frau, du sollst nicht mir zum Gericht reden! „Wenn sie aber alle prophetisch redeten und es käme ein Ungläubiger oder Unkundiger hinein, der würde von allen geprüft und von allen überführt.“
