(Abschrift, Original fehlt)
Gottes Friede.
Da ich nicht anwesend bin, wird Bruder Ellefsen der Konferenz in Drøbak meine herzlichsten Grüße übermitteln, die von meinem Gebet und Wunsch begleitet sind, dass ihr gesegnete Versammlungen haben mögt.
Einige von den lieben Geschwistern aus Westnorwegen werden zum ersten Mal Geschwister aus Ostnorwegen treffen und mein Gebet zu Gott ist, dass die Gemeinschaft, die wir durch Gottes Gnade – bereits vor der Konferenz – gebaut haben, nun während des Zusammenseins in Drøbak noch weiter gefestigt und als wahr erfunden werden möge.
Gott war in den vergangenen Jahren auf vielerlei Weise mit uns – weit über das hinaus, was wir uns vorstellen konnten. Viele wollten uns, als wir noch Kinder im Herrn waren, zugrunderichten, um die Erkenntnis Gottes zunichtezumachen. Aber Gott stand uns in den schlimmsten Situationen bei und heute können wir den Herrn dafür preisen, dass die Macht der Widersacher gebrochen ist, sodass wir in Frieden im Gesetz des Herrn forschen können.
Wenn wir das eingenommene Gebiet behalten wollen, muss jeder einzelne an seinem Platz ein Pfeiler im Tempel Gottes sein, der zusammen mit den anderen eine undurchdringliche Mauer in der Friedensgemeinschaft des Geistes bildet. Denn das ist unsere Gemeinschaft – eingeschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes.
Wir gehören Christus an und gehören nicht mehr uns selbst. Ebenso wie Christus als Haupt und Gabe der Gemeinde gegeben ist, sind wir gleichermaßen einander als Gabe gegeben.
Daher muss jeder den anderen so dienen, dass die Einheit des Geistes durch das Band des Friedens bewahrt und vertieft wird. Bricht jemand dieses Gesetz, dann offenbart er sich selbst in der Gemeinde als Übertreter.
Soweit wie Gott uns hat führen können, hat er Licht in seinem Wort gegeben und uns Christi Geheimnisse offenbart. Es ist deshalb unsere Pflicht, das zu verteidigen, was er uns geschenkt hat, ebenso wie die Völker heute ihr Vaterland verteidigen. Die Apostel und Massen von Heiligen haben ihr Leben für dieses herrliche Wort Gottes gegeben und wir dürfen nicht denken, dass wir siegreich durch die Welt kommen, ohne zu kämpfen.
„Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht zu töten vermögen; fürchtet vielmehr den, der Seele und Leib verderben kann in der Hölle.“
Seit die Geschwisterschar größer geworden ist, hat es immer einige gegeben, die einen Vergleich gezogen haben zwischen dem, was wir verkündigen, und dem, was innerhalb des Lagers verkündigt wird. Sie haben ein gewisses Verlangen und einen gewissen Zug hin zum Lager mit dessen Dienst an der Hütte gehabt. Dies kommt daher, dass man nicht überwindet. Man muss immer wieder am Leib gewaschen werden, und es ist immer weniger davon die Rede, auf dem neuen und lebendigen Weg zu wandeln, wo der dritte Zeuge, das Blut, zu seinem Recht kommt.
Dass es mit einigen so bestellt ist, ist nicht die Schuld der Lehre, sondern ihre eigene Trägheit und ihr mangelnder Wille, das Leben zu lassen.
„Wir haben einen Altar, von dem zu essen kein Recht haben, die der Stiftshütte dienen.“ Wenn der ganze Gottesdienst, den man tut, nur den Dienst der äußerlichen Reinheit des Leibes umfasst, dann nennt man dies einen Dienst an der Hütte. Solche haben kein Recht dazu, ja sie vermögen es auch nicht, von dem Altar zu essen, der sich innerhalb des Vorhangs befindet.
Genauso wie einige zu den schwachen und dürftigen Anfangsgründen zurückkehrten, gibt es unter uns einige, die Neigungen gezeigt haben, zum Dienst an der Hütte zurückzukehren.
Gott sei gedankt, es gibt dennoch treue Seelen, die Christi Schmach für den größten Reichtum geachtet haben und die sehr zufrieden sind mit ihrem Schicksal außerhalb des Lagers – dort, wo Er ist und wo wir vom Altar durch sein Fleisch und Blut gesättigt werden, wovon Jesus selbst sagt, dass dies die rechte Speise und der rechte Trank ist.
Solange die vordere Hütte steht, weist der Heilige Geist darauf hin, dass der Weg ins Heiligtum noch nicht offenbart ist. Aber innerhalb des Vorhangs zeugt der Geist zusammen mit dem Wasser und dem Blut von tiefer Ruhe – Gottes Ruhe.
Ich grüße die Konferenz mit Joh. 9, 7 und den Versen 35-39, sowie mit Hebr. 13, 13-14.
Herzliche Grüße in der Liebe Christi.
Euer
Johan O. Smith