Gottes Friede.
Danke für deinen lieben Brief, den ich erhalten habe. Wenn man draußen auf Neutralitätswache liegt und keine Gelegenheit hat, sich mündlich zu unterhalten, ist es ein wahrer Segen, von Brüdern zu hören, dass es gut geht. Ich soll dich herzlich von Br. D. Kvalheim grüßen, der in geistlicher Weisheit und geistlichem Verstand Fortschritte macht. Er möchte gerne die Geschwister dafür gewinnen, für die Mission zu arbeiten, wie in Horten; denn hier gibt es mehrere Frauen, die Bedarf dafür haben, in eine Arbeit hineinzukommen. Er ist selbst darauf gekommen und jetzt freut er sich, eine solche Wirksamkeit anfangen zu können. Es kann auch notwendig sein, etwas dafür zu tun, dass Gottes Wort verbreitet werden kann und dass Arbeiter in die Arbeit hinausgehen können. Wenn sie auch nicht alle auf geistlichem Gebiet arbeiten können, so können sie dennoch etwas mit den Händen arbeiten. Hier in Norwegen sind weite Wege zurückzulegen, es sind also Mittel nötig. Wenn nun jeder Ort seine Mittel nach eigenem Wunsch verwaltet, dann haben sie die Freiheit und fühlen sich frei.
Br. Haagensen habe ich in Bergen getroffen; er kam gerade aus Haugesund, wo er mit Br. Risnes gesprochen hatte. Diese zwei Brüder haben sich richtig gut verstanden. Br. Lohne (Johan) trafen wir auch in Bergen. Er hat jetzt eingelenkt und war sehr eifrig gegen „Korsets Seir“ (Sieg des Kreuzes), weil darin ein Artikel gegen die Zunichtemachung der Sünde in Christi Fleisch abgedruckt wurde. Er war krank gewesen und in dieser Stille bekam er Licht in den Dingen, sagte er.
Die Arbeit wird umfangreicher und Gott ist mit uns in diesem Streit. Bald ist es nötig, dass die Brüder an allen Orten im Glauben gestärkt werden durch den Besuch eines Bruders, den der Herr dazu beruft.
Br. Thorleif Hansen ist jetzt mit einer Schwester von Dagny Brynildsen aus Kristiania verheiratet. Die „Tordenskjold“ ist nach Kristiansand ausgelaufen. Am 5. Oktober sollen wir – so Gott will – wieder nach Aalesund. Ich habe nichts von dort gehört seit dem letzten Brief, den du gelesen hast; ich hoffe, es geht ihnen gut.
Vermutlich kommst du an Weihnachten in Richtung Süden; und es würde mich freuen, wenn du eine Zeit in Aalesund verbringen könntest.
Lebe wohl. Liebe Grüße,
dein Bruder
Johan