(Maschinengeschrieben, Original fehlt)
Gottes Friede.
Herzlichen Dank für deinen lieben Brief. Ich habe dich in der Reisegruppe der Geschwister aus Sarpsborg vermisst, als wir sie am Sonntagmorgen trafen. Es waren viele auf der Konferenz. Am Sonntagabend hatten wir eine Versammlung, in der wir miteinander über 1. Tim. 4 sprachen. Am Sonntagvormittag war eine Zeugnisversammlung, bei der es darum ging, von Babel auszugehen und den Kampf gegen Babel aufzunehmen, siehe Jer. 50 und 51. Alle, die von der Wahrheit abweichen, kommen nach Babel. Es wurde ein Wachrütteln, zuallererst dazu, sich in Acht zu nehmen und dann für den Glauben zu kämpfen, der einmal den Heiligen übergeben ist.
Am Sonntagnachmittag sprachen wir über die Stellung der Frau in der Gemeinde. Br. N. N. war eifrig darin, dass die Frau so viel wie möglich schweigen sollte. Doch durch genaueres Untersuchen kamen wir doch zur Einigkeit darüber, dass eine Gemeindeversammlung keine allgemeine öffentliche Versammlung sein kann, zu der jedermann Zugang hat, sondern dass eine Gemeindeversammlung eine Versammlung ist, in der innere Angelegenheiten der Gemeinde erörtert werden sollen. Auch wenn man zu einer Versammlung zusammengekommen ist und in dieser Versammlung nur die Gemeinde anwesend ist, dann kann man dies dennoch nicht als Gemeindeversammlung bezeichnen, weil man sie nicht im Voraus als solche angekündigt hat. Es ist auch dann eine öffentliche Versammlung, wenn keine Fremden kommen. Zu einer Gemeindeversammlung haben nicht alle Zugang. Alle empfanden, dass das eine Lösung ist und auch die Frauen waren zufrieden. Ein Zeugnis abzulegen (prophetisch zu reden) und zu beten ist Frauen in Erbauungsversammlungen erlaubt. Nur müssen sie beachten, nie lehren oder über den Mann gebieten zu wollen, sondern zu jeder Zeit eine geziemende Stellung dem Mann gegenüber zu wahren.
Unsere Unwissenheit gibt uns nicht das Recht, die Frauen in Knechtschaft zu halten, sondern wenn Gott Licht in die Unwissenheit bringt, dann fühlen Mann und Frau sich frei, wenn sie den Willen Gottes tun.
Ich habe für „Skjulte Skatte“ einen Artikel über „Weiteres über den Militärdienst“ geschrieben. Darin habe ich erwähnt, dass der Hass gegenüber dem Militärdienst in den freien Versammlungen gleichzeitig mit der Wehrdienstverweigerung unter den Sozialisten kam. Beides hat also ein und dieselbe Wurzel. Sozialismus und religiöse Freiheit arbeiten Hand in Hand auf dasselbe Ziel hin: Gesetzlosigkeit. Hier ziehen sie am gleichen Joch. Deshalb wird das mit dem Militärdienst noch eine Streitfrage werden, denn eben in dieser Frage haben sie sich verbündet.
Thorleif Hansen hat nächsten Samstag Hochzeit.
Liebe Grüße,
dein Bruder
Johan