(Maschinengeschrieben, Original fehlt)
Gottes Friede.
Danke für deinen lieben Brief, den ich neulich erhalten habe. Ich bin seither in Horten und Drøbak gewesen. In Haugesund war ich an drei Abenden mit Br. Ellefsen zusammen, der sich sehr über die Finnmarksreise gefreut hat, bei der er die Wirkungen des Herrn reichlich erfahren hatte.
Neulich war ich auch in Å., wo ich meinen guten Freund, den Schuhmacher R., traf. Gott hat ihn nun so reich gesegnet und ihm soviel Licht gegeben, dass er auf dem Schuhmacherschemel jubelte und Gott pries. Er hat sieben Kinder und verdient jetzt in der Teuerung nur 2,50 Kr. pro Tag. Er hat als Mensch keine großen Fähigkeiten, aber er ist von Gott erkannt und kennt Gott. Es ist selig, wenn man ein Mitarbeiter unter den Armen sein darf, die nichts sind in dieser Welt.
Es ist gesegnet und bringt ewigen Lohn, im Weinberg des Herrn zu arbeiten. Ich glaube, dass wir an mehreren Orten Wegbereiter sein müssen und dass diejenigen, die gefestigt sind, selbst mit anpacken müssen – jeder, auf seine Weise. Es ist gesund zu arbeiten, wenn alles nach der Leitung des Geistes geht. Hier im Norden gibt es nur ganz wenige Prediger, sodass die Leute so innig dankbar sind, wenn sie etwas hören können. Ob nicht jemand von unseren lieben Brüdern Gelegenheit bekommen könnte, Westnorwegen zu besuchen. Br. N. N. ist ein Arbeiter in Gottes Reich, ruhig, liebenswürdig und schlagfertig. Er setzt sich mit jedem Wort, Satz für Satz auseinander und gibt sich nicht mit halben Sachen zufrieden.
In Å. hatten wir ein sehr gesegnetes Bibelgespräch. Sie haben ein sehr großes Vertrauen und sie waren wie ein Herz und ein Ohr. Männer und Frauen beten nun um die Erkenntnis Gottes, und sie sagen, dass sie nun den Weg verstehen. Ein Mann, der in falsche Freiheit hineingekommen war, stand auf und mitten in der Versammlung richtete er sich selbst und er bat um Vergebung, weil er im Unverstand zu ihnen geredet hatte. Ein anderer stand in einer Sonntagsversammlung auf und wollte mein ganzes Zeugnis widerlegen, doch Gott stand mir bei und gab Gnade und Kraft, ihm wiederum das Gegenteil zu beweisen, sodass alle es hörten. Er antwortete nicht mehr.
Ich sehe deutlich, dass Gott die Arbeit hier sehr gesegnet hat. Westnorwegen ist ein Arbeitsfeld und ich glaube, du würdest mehr als genug zu tun bekommen, wenn du in diese Gegend kommen würdest.
Es wird mich freuen, von dir zu hören. Grüße die Geschwister, die du triffst.
Liebe Grüße,
dein Bruder Johan