Gesammelte Schriften Band 2 • 1912 - 1917

Skjulte Skatter 1914-11 - Opfer, Feuer und Herrlichkeit

Gesammelte Schriften Band 2 • 1912 - 1917

Opfer, Feuer und Herrlichkeit

„Und als Salomo sein Gebet vollendet hatte, fiel Feuer vom Himmel und verzehrte das Brandopfer und die Schlachtopfer, und die Herrlichkeit des Herrn erfüllte das Haus, sodass die Priester nicht ins Haus des Herrn hineingehen konnten, weil des Herrn Herrlichkeit das Haus des Herrn füllte.“ 2. Chr. 7, 1-2.

Wenn das Feuer das Opfer verzehrt hat, kommt die Herrlichkeit. Aber die Priester konnten nicht in die Herrlichkeit des Herrn hineingehen, weil sie nicht am Feuer teilhatten. Beachte, dass dies die Herrlichkeit des Herrn (Christi) war, die Herrlichkeit, die er bei seinem Vater hatte, bevor die Welt war. Damit diese Herrlichkeit den Menschen offenbar werden konnte, mussten das Brandopfer und das Schlachtopfer erst vom Feuer verzehrt werden.

Nicht einmal die Priester und schon gar nicht das Volk wagten es, sich der Herrlichkeit zu nahen; denn deren Opfer, der Leib der Sünde, war nicht vom Feuer verzehrt.

Wenn wir mit ihm leiden, dann werden wir mit ihm verherrlicht werden; aber wenn wir uns dem Leiden entziehen, hat die Seele des Herrn kein Gefallen an uns. Dieses Gefallen ist im tiefsten Verständnis die Herrlichkeit des Herrn. Das Gefallen eines Menschen an einem anderen Menschen besteht darin, dass er seine Herrlichkeit über den anderen ausgießt; und Liebe erweckt Gegenliebe.

Wo jemand mit Christus leidet, beweist das seine Liebe zu Christus. „Wenn er aber zurückweicht, hat meine Seele kein Gefallen an ihm.“

Wie viele Priester müssen sich doch in der heutigen Zeit von der Herrlichkeit des Herrn fernhalten; man sträubt sich dagegen, das Opfer vom Feuer verzehren zu lassen. Jeder von uns hat etwas zu opfern; und ist das Opfer erst auf dem Altar, dann wird Gott das Feuer nicht zurückhalten. Herrlichkeit ohne persönliches Opfer hält niemals lange an; und doch kann man besonders in Erweckungszeiten über viel Herrlichkeit reden hören. Aber diese Herrlichkeit ist ohne ein persönliches Opfer kein persönliches Eigentum; sie war nur die Herrlichkeit der Gnade, die Gott, wann er will, dem Menschen wieder wegnimmt. Die persönliche Herrlichkeit dagegen ist die durch Gerechtigkeit angeeignete Herrlichkeit, die man dadurch bekommen hat, dass ein Opfer verzehrt wurde. Diese Herrlichkeit wird uns niemals weggenommen.

Wir sind Könige und Priester für Gott; mögen wir nicht wie die Priester des Alten Bundes draußen stehen müssen, wenn die Herrlichkeit des Herrn das Haus erfüllt. Sein Haus sind wir; und es ist unmöglich, mit seiner Herrlichkeit erfüllt zu werden, ohne dass das Feuer zuerst das Opfer verzehrt hat. Aber von diesen Opfern gibt es viele, weshalb wir die Möglichkeit haben, von Herrlichkeit zu Herrlichkeit zu gehen.