Gottes Friede.
Die Konferenz in Sarpsborg war notwendig. Fast alle Geschwister aus Horten waren dort, auch die Frauen. Ansonsten waren nicht viele von anderen Orten da. Br. Olafsen, Br. Ellefsen und Br. Skiaker sowie eine junge Schwester waren aus anderen Orten gekommen. Br. Andresen war am Pfingstsonntag krank. Am Abend des Pfingstsonntags beteten wir für ihn zu Gott und salbten ihn. Er stand gleich danach auf und war den ganzen 2. Tag in den Versammlungen. Es waren einige junge Frauen da und ein Sohn von Andresen, der neulich konfirmiert wurde. Frau Pettersen war in den Versammlungen, aber Emanuel Pettersen fuhr am 1. Tag aufs Land und war am 2. Tag zuhause, kam aber in keine Versammlung. Es ist traurig, wenn jemand auf diese Weise seines Weges geht. Bruder Skiaker hat deutliche Fortschritte gemacht. Er hat sich mit Eifer beteiligt.
Gott segnete die Versammlungen, die von tiefem Frieden geprägt waren. Aksel war in Drøbak geblieben; es ging ihm sicherlich nicht ganz gut.
Wir verhandeln jetzt über den Kauf des Guttemplersaals. Sie verlangen incl. allem Inventar 5500,00 Kr. Wir haben vor, monatlich 5,00 Kr. zu bezahlen, um dadurch einen Anteil aufzubauen, der zinsfrei sein wird.
Karl, Ellefsen, Berg, Aksel und ich bezahlen jeder 5,00 Kr. Das macht 300,00 Kr. im Jahr. Vielleicht wollen auch andere mithelfen. Es wird nun in der Generalversammlung der Loge entschieden, inwieweit die Loge zu dem genannten Preis verkauft werden kann. Wir brauchen einen Saal.
Kristiansand ist ein merkwürdiger Ort. Dort gibt es viel Schein der Gottesfurcht, aber wenig Kraft. Besonders der Geist der Eitelkeit herrscht dort sehr. Ich glaube nicht, dass man diesen Geist loswerden kann, ohne ihn ganz und gar bloßzustellen.
Insbesondere die Frauen sind dem verfallen. Die Seelen durch dieses Chaos hindurch auf das Fundament, den harten Felsen, hinabzubringen, erfordert Geduld und einen Kampf, um die Seelen zu überzeugen. Was die Lehrerinnen betrifft, haben wir nun im Hinblick auf die Taufe durch Gottes Gnade einen Ausweg gefunden. Sie lassen sich ganz einfach taufen und sagen kein Wort davon. Wenn man sie entlassen will – wenn man davon erfährt – dann erfüllt sich nur das Wort der Schrift: Sie werden euch aus den Synagogen ausschließen. Wenn die Gesetze dem Gewissen widerstreiten, dann folgen wir dem Letzteren. Doch sich in den Rachen des Löwen zu werfen und entlassen zu werden, ist nicht nötig. Der Bund des Gewissens ist mit Gott und wird mit ihm eingegangen; man hat in dieser Angelegenheit nicht mit Menschen oder deren Gesetzen zu tun. Die Menschen sind nicht um des Gesetzes willen da, sondern das Gesetz um des Menschen willen. Und wenn die hohen Herren die Gesetze nicht in Harmonie mit dem Gewissen verfassen können, dann müssen sie ihre Arbeit wiederholen und verbessern. Anna Pedersen freut sich jedenfalls sehr über diese Lösung des Rätsels, denn Aksel hat mit ihr telefoniert. Sie war drauf und dran, ihren Beruf aufzugeben.
Sieh nur, wie die Jungsozialisten die Gesetze übertreten. Die Gesetzgeber sind also nicht im Besitz von genügend Licht, um das Richtige zu treffen.
Wir haben hier nun viel vom Gesetz des Todes geredet. Das Gesetz der Sünde führt den Menschen in das Gesetz des Todes hinein. In diesem Gesetz des Todes werden die Gottlosen mit eisernen Stricken von Satans Mächten gebunden. Das Gewissen ist tot. Das Gesetz der Sünde zieht das Gesetz des Todes nach sich. Jedes Mal, wenn ein Mensch gegenüber dem Willen Gottes ungehorsam ist, wird die Sünde im Fleisch befruchtet und man stirbt dahin in Sünden und Übertretungen.
Ist man dagegen gehorsam und führt die Werke des Glaubens aus, dann wird das geistliche Leben befruchtet werden und Leben gebären, Christi Leben. Siehe Röm. 8, 2.
Der Glaube ohne Werke ist tot. Aber in Verbindung mit Werken wird Leben geboren. Dieses Leben ist Christus offenbart im Fleisch oder Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit. Nachdem der Glaube Werke hervorgebracht hat, stellt sich ein gerechtes Leben ein. Für dieses Leben ist Hoffnung. Hier ist der Unterschied zwischen Glaube und Hoffnung.
Ich höre, dass du von Kristiansand aus nach Dänemark fährst. Ich habe einen Brief von Br. Mikkelsen bekommen. Es geht ihm gut und er kämpft den guten Kampf des Glaubens. Porsgrund ist ein Ort, an dem man etwas machen könnte. Die Schwester von Mikkelsen hält sich offenbar auch zu uns. Sie wohnt in Solum bei Porsgrund.
Es freut mich, dass du und Hansen in Kristiansand sind. Möge Gott euren Dienst segnen. Grüße zuhause. Grüße Br. Hansen. Grüße jeden einzelnen der Geschwister.
Am Sonntag, den 14. Juni, kommen einige aus Kristiania und Drøbak hierher. Ein paar wollen sich taufen lassen. Voraussichtlich werde ich um den 18. des Monats nach Bergen abreisen, um auf der Valkyrjen an Bord zu gehen. Es würde uns freuen, ein wenig von der Arbeit dort drüben zu hören. Hier ist alles wie gehabt.
Liebe Grüße.
Dein Bruder
Johan