Euren Brief habe ich dankbar erhalten. Es ist nun lange her, dass ich schrieb. Gott hat in dieser Zeit große Dinge getan. Ich weiß nicht, ob es Aksel gefällt, aber ich muss kurz in aller Eile erzählen, wie es ihm und uns ergangen ist.
Aksel kam von Christiania hierher und war etwa acht Tage lang bei uns. Gott gebrauchte ihn zu großem Segen und zur Stärkung im Glauben unter den Geschwistern. Gott gab ihm die Gabe der Zungenrede – und er pries Gott in Zungen. Wir hatten mehrere Versammlungen, Gebetsversammlungen, und die Kraft war so mächtig zugegen, dass mein Herz vor Freude jubelt, wenn ich daran denke. In einer dieser Versammlungen gab Gott mir die Gnadengabe, prophetische Worte ausrurufen. Gottes Geist fängt an zu arbeiten, sodass mir ganz warm wird. Dann bildet er die Worte in meinem Bewusstsein und während der Geist über mir ist, muss ich mit allen Leibeskräften die Worte ausrufen, die mir der Herr zu reden gibt. Diese Gnadengabe ist besonders wirksam, wenn nur Gläubige beieinander sind; denn es ist ein Zeichen für diejenigen, die glauben. Die Zungenrede dagegen wirkt eher, wenn Ungläubige zugegen sind.
Aksel fuhr von hier nach Larvik und später nach Skien zu Haanes. In Larvik war er bei Antony, dem Redakteur des „Missionæren“. Um 2 Uhr nachts bekam Antony die Geistestaufe, schreibt Aksel, sodass das Bett, in dem er lag, bebte und er jubelte vor Freude. Am zweiten Abend bekam ein Mädchen in Antonys Versammlung die Geistestaufe und die Kiefer bebten, weshalb Aksel glaubt, dass sie die Gabe der Zungenrede bekommt. Drei bis Vier suchten Gott und bei einem von ihnen war später Versammlung. Eine alte Dame bekam eine Vision: sie sah den Heiland mit ausgebreiteten Armen in weißem Gewand unter ihnen stehen – strahlend, geradezu blendend. Niemand sonst sah ihn. Aksel schrieb aus Skien eine Karte an mich über diese Dinge. Haanes reist nun mit ihm zurück nach Larvik, wo er Samstag und Sonntag (den 16. und 17.) sein wird. Am Montag hat er vor, nach Arendal zu fahren. Er konnte das Missionshaus in Larvik zur Nutzung bekommen, das Platz für 1500 Menschen bietet.
Aksel kommt nun bald nach Kristiansand – erfüllt mit dem Heiligen Geist und mit Kraft. Möge Gott seinen Eingang unter euch segnen. Glaubt an Gott, er wird große Dinge tun. Haltet an am Gebet und Flehen.
Ich schreibe diesen Brief, um eure Herzen vorzubereiten, sodass ihr Aksel in der Einfalt des Herzens empfangt, denn er kommt nicht mit etwas von sich selbst, sondern mit Christi Evangelium und Christi Lehre.
Grüßt herzlich jeden, der ein offenes Herz für die Wahrheit hat. Nur diese wenigen Zeilen zur Ermutigung im Herrn.
Euer in Christus mitstreitender Bruder
Johan