Gesammelte Schriften Band 1 • 1890 - 1911

Gedicht, 31. Dezember 1905

Gesammelte Schriften Band 1 • 1890 - 1911

I. Ob Teufel all in Reih und Glied
Mich wollten unterdrücken,
In Christi Kraft ich ruhig blieb
Es ihnen nicht wird glücken.

II. Ein solches Leben wurde mein,
Nichts hatt ich vorzuweisen.
Sein ist die Ehre ganz allein,
Ihn will ich ewig preisen

III. Du willst das Leben nennen „ICH“,
Und willst es niederzwingen,
Doch zähe Kraft hat es in sich,
Dem „ICH“ wird es gelingen.

IV. Versuch nicht, in den Schmutz zu ziehn,
Was Gott selbst hat geschaffen,
Zu Fall du kommst, das wirst du sehn,
Und wirst dir Schmerzen machen.

V. Du dazu nicht berufen bist.
Das immer ist gefährlich.
Denn keiner je gefallen ist,
Der meinte es ganz ehrlich.

VI. Gott selbst uns prüfen will und sehn,
Ob fest der Glaube wäre.
Lässt uns durch Wasser, Feuer gehn
Und läutert uns zur Ehre.

31. 12. 1905

Kommentar von Aksel J. Smith: Es gab jemanden, der Vater schrieb und ihn ein großes ICH nannte. Da schrieb Vater dieses Gedicht.