Vorworte und Einführungen zu vorhergehenden Ausgaben
Die hier folgenden beiden Vorworte sind von Johan Oscar Smiths Sohn Aksel Johan und von seinem engen und vertrauten Mitarbeiter Elias Aslaksen geschrieben. Diese Vorworte wurden geschrieben, als Johan Oscar Smiths Briefe 1949, nur sechs Jahre nach seinem Tod, in redigierter Fassung zum ersten Mal herausgegeben wurden.
Vorwort von Aksel J. Smith
Mein Vater, Johan Oscar Smith, wurde am 11. Oktober 1871 als Sohn gläubiger Eltern in Fredrikstad geboren. Im Alter von 15 Jahren ging er zur See und trat 1889 in die norwegische Marine ein, in der er etwa 40 Jahre lang diente.
Im Jahr 1898 bekehrte er sich zu Gott und im Jahr 1900 wurde er mit dem Heiligen Geist getauft. Von diesem Augenblick an wurde ihm die Schrift lebendig und weil er ein Herz und ein Ohr für die Stimme der Wahrheit hatte, bekam er früh Anteil an der Weisheit Gottes.
Diese Briefe sind vertraulich an seine Freunde geschrieben worden und sollten vor diesem Hintergrund gelesen werden. Seine fürsorgliche Arbeit mit dem Einzelnen wird nun durch die Herausgabe dieser Briefe zum Segen für viele.
Die meisten Briefe sind an seinen neun Jahre jüngeren Bruder, den Zahnarzt Aksel Smith, geschrieben, der sich im Jahr 1905 zu Gott bekehrte und im Jahr 1919 zuhause in Drøbak starb. Noch heute sprießt und gedeiht es dort aufgrund seiner segensreichen Arbeit.
Weil Vater sein ganzes Leben hindurch Christus zu ehren suchte und sich selbst so unsichtbar wie möglich machen wollte, hinterließ er keine Autobiographie mit Reiseberichten und Fotografien oder Berichten über alles, was er tat. Diese Briefe jedoch, im Eifer für die Sache Christi an einzelne Personen geschrieben, sind heute und in der Zukunft ein wertvolles Kleinod für Gleichgesinnte. Sie enthalten wirklich Speise und Wegleitung für solche, die Gott von ihrem ganzen Herzen suchen. Wir sind darum sehr dankbar, dass diese Briefe durch Gottes Führung aufbewahrt worden sind.
Am 1. Mai 1943 starb Vater zuhause im Alter von 71 ½ Jahren. „Ja, Lob und Dank!“ Das waren die letzten Worte, die man, während er Gott pries, aus seinem Munde hörte.
Er bekam die große Gnade, dass er erleben durfte, dass sich alle seine Kinder bekehrten, bevor er starb.
Um den größtmöglichen Gewinn aus diesem wertvollen und inhaltsreichen Buch zu ziehen, ist es ratsam, es nicht einfach zu überfliegen, sondern über jeden Brief nachzusinnen.
Aksel J. Smith
Vorwort von Elias Aslaksen
Nach 35-jähriger enger Gemeinschaft und Zusammenarbeit mit Johan Oscar Smith ist es mir Freude und Pflicht zugleich, mich kurz, klar und wahr über ihn auszusprechen, sodass jeder, der seine Briefe liest, sich den richtigen Begriff davon machen kann, wer derjenige war und ist, der sie geschrieben hat.
Sein einziges lebendiges Interesse galt Christus und der Gemeinde. Er wollte mit aller Fülle Gottes, die in Christus ist, erfüllt werden und einen größtmöglichen Beitrag dazu leisten, dass all die Sünde und Unvollkommenheit entfernt wird, die dem einzelnen Glied am Leib Christi anhängt. Er wollte das Richtige treffen, das Vollkommenste auf allen Gebieten des Lebens und des Dienstes. Er wollte alles niederbrechen, was von Satan und Menschen war, um der ganzen Fülle Gottes Raum zu schaffen.
Dafür opferte er alles, dafür wachte und betete er und war auf diese Weise immer bereit, als ein guter Streiter Jesu Christi zu dienen – wahrhaftig, gerecht, uneigennützig, ohne Ansehen der Person, treu, mit großer Verachtung von Gewinn und Ehre von Menschen, selbst wenn er dadurch mit sozusagen allem und allen in Konflikt kam.
Wohin er kam und worum es auch immer ging, fand er unter den Gläubigen Ungehorsam, Untreue, Unglauben und Menschenwerk. Sein unbestechliches Herz erlaubte ihm nicht, irgendetwas von alledem gutzuheißen.
So fiel er unweigerlich aus dem allgemein etablierten Rahmen. Aber gerade seine außergewöhnliche Treue und Hingabe gegenüber dem Bräutigam seiner Seele erfüllte ihn mit Seligkeit und der Kraft des Geistes. So erwählte er für immer diese innige Gemeinschaft mit Christus und zog diese aller Gunst und Ehre der Welt vor, auch wenn er in dieser Welt einsam würde – wonach es zu Anfang ja auch aussah. Aber er wurde alles andere als einsam! Ehre sei Gott!
Nirgends sonst sah ich einen solchen Mann! Nirgends bin ich jemandem begegnet, der mir von einem anderen solchen Mann berichten konnte, weder in diesem Land noch in irgendeinem anderen Land! Doch hat er durch Gottes große Gnade verbunden mit seiner außergewöhnlich großen Treue erreicht, dass er wahre Nachfolger bekommen hat.
Diese Sammlung seiner Briefe wird sicher zu einem der inhaltsreichsten und außergewöhnlichsten Bücher aller Zeiten werden. Jeder Mensch unter der Sonne wird es mit mehr oder weniger großem Gewinn lesen können, je nachdem wie der Einzelne persönlich eingestellt ist und Gnade bekommt, es zu ergreifen.
Nicht einmal als eine seltene Ausnahme habe ich etwas Böses bei ihm bemerkt, weder im Leben noch im Dienst. Ehre sei seinem teuren Gedenken!
Alle die, die nicht dieses Glück hatten, ihn persönlich kennenzulernen, haben hier die Gelegenheit, einen Ausgleich für diesen Nachteil zu finden.
Wenn doch jeder Mensch auf Erden einen solchen Wegleiter hätte! Gott segne jeden, der die Gnade bekommt, diese Briefe zu lesen, einen reichen Nutzen aus ihnen zu ziehen.
Elias Aslaksen
Einführung von Kåre J. Smith
Kåre J. Smith schrieb auf der Einbandrückseite zur Neuauflage von Johan O. Smiths Briefen im Jahr 2008:
Wer die Bibel mit dem Verlangen liest, ein Leben als Jünger Jesu zu leben, wird sich wundern, wie aktuell und zeitlos die Bibel ist, obwohl sie vor ca. 2000 Jahren geschrieben wurde. Der erste Brief in diesem Buch, das du jetzt in den Händen hältst, wurde 1898 geschrieben – vor über 100 Jahren. Obwohl das Buch persönliche Briefe enthält, die nie für eine Veröffentlichung gedacht waren, wird man sich über das Licht, die Wahrheit und die Weisheit wundern, die in diesen Briefen offenbar werden. Die seither vergangene Zeit hat dieses Buch auch nicht weniger aktuell werden oder veralten lassen. Das Buch hat daher nicht allein historischen Wert, sondern wird in erster Linie eine mächtige Inspirationsquelle zu einem Leben in Treue gegenüber unserem Herrn und Meister sein. Durch dieses Buch haben wir eine einzigartige Möglichkeit, eines Wegleiters zu gedenken, der Gottes Wort verkündigt hat! Wir können das Ende seines Wandels ansehen und seinem Glauben nachfolgen, wie wir in Hebr. 13, 7 ermahnt werden.
Johan O. Smith (1871 – 1943) war ein aufrichtiger und wahrheitsliebender Mann, der die meiste Zeit seines Lebens in Horten, im Südosten Norwegens, wohnte. Er diente ca. 40 Jahre in der norwegischen Marine. Seine Fürsorge und Liebe brachte ihn mit gleichgesinnten Menschen in Kontakt, die mit der Zeit anfingen, zu Versammlungen und Konferenzen zusammenzukommen. So entstand die Bewegung, die im norwegischen Volksmund oft „Smiths Freunde“ genannt wird und heute in mehr als 65 Ländern auf allen Kontinenten vertreten ist. Dieses Buch ist vollumfänglich auf Englisch, Deutsch, Holländisch, Französisch und Finnisch übersetzt; darüber hinaus sind viele der Briefe in weitere Sprachen übersetzt.
Elias Aslaksen, der ca. 35 Jahre lang Johan O. Smiths enger und vertrauter Mitarbeiter war, schrieb im Vorwort dieses Buches: „Diese Sammlung seiner Briefe wird sicher zu einem der inhaltsreichsten und außergewöhnlichsten Bücher aller Zeiten werden. Jeder Mensch unter der Sonne wird es mit mehr oder weniger großem Gewinn lesen können, je nachdem wie der Einzelne persönlich eingestellt ist und Gnade bekommt, es zu ergreifen.“
Mögest du, der du dies liest, zu denen gehören, die eine reiche Ausbeute aus dem Buch bekommen und noch mehr für das erweckt werden, was Gott mit deinem Leben will!
Kåre J. Smith
