Gesammelte Schriften Band 1 • 1890 - 1911

Johan O. Smith

Brief an Elias Aslaksen, 26. November 1911

Gesammelte Schriften Band 1 • 1890 - 1911
Horten, 26. 11. 1911
Lieber Br. Elias Aslaksen,

herzlichen Dank für das letzte Zusammensein. Dein Fortschritt in unserem Herrn Jesus Christus und dein Eifer für ihn und sein Reich waren uns allen hier zu großem Trost und großer Aufmunterung. Deine Arbeit in ihm ist nicht vergeblich gewesen. Wir haben hier deine Karte an Aksel erhalten. Aber ich habe heute einen Brief von ihm bekommen, in dem er schreibt, dass er nach Arendal gefahren ist. Von dort aus fährt er nächsten Montagmorgen zusammen mit Cand. Eriksen nach Kristiania. Es hat uns hier sehr gefreut, dass Br. Gerar und einige andere gemeinsames Bibellesen wünschen. Benütze diese offene Tür. Nun kommt Aksel und dann müsst ihr diese Sache besprechen. Gott hat dir ja sowohl Erkenntnis als auch weisheitsvolle Einsicht gegeben. Du darfst also keine Angst davor haben, alleine zu unterrichten, falls Aksel nicht immer Gelegenheit hat, dabei zu sein. Dies wird auch für dich selbst eine gründliche Schule sein. Und dein wesentlichster Dienst im Herrn wird vermutlich das Lehren werden – mit dem Angesicht nach Jerusalem gewandt. Fange genau hiermit an, lieber Bruder, und lass deine Jugend kein Hindernis für das Werk sein, das Ältere hätten in Angriff nehmen sollen. Lass aus demselben Grund auch niemand von den Älteren dich verachten, wie Paulus Timotheus in 1. Tim. 4, 12 ermahnte. Denn nicht immer sind die Ältesten am ältesten. Ebenso wenig sind immer die Jüngsten am jüngsten. Weisheit jedoch, die nicht verborgen wird, gepaart mit Verstand, ist das rechte Alter. Fange also mit dem Bibelunterricht an – je eher, umso besser – sodass die Schar derer, die ihr Kreuz tragen, wachsen kann. Konzentriere all deine Kraft auf heilige, zielbewusste Arbeit, die zum Schluss dein Kranz und deine Krone der Ehren werden wird.

Stecken wir das Ziel hoch, dann erreichen wir auch etwas Hohes. Aber all dies wird erlangt, indem man sich zum Niedrigen hält, zu dem, was kein Ansehen hat; denn über allem Herrlichen liegt eine Decke.

Grüße Aksel und sei selbst herzlich gegrüßt von deinem Bruder

Johan