danke für deinen Brief aus Larvik. Die Dinge, die ich im ersten Brief erwähnte, sind mir nicht erst kürzlich in den Sinn gekommen, sondern ich habe schon lange verstanden, dass innerhalb von Gottes Volk bedeutend tiefer gegraben werden muss. Es waren nicht die Überschriften oder das Fettgedruckte über oder in deinen Artikeln, die dem, was ich schrieb, zugrunde lagen. Sondern vielleicht wurden die Gedanken an das Oberflächliche eher wieder durch das lebendig, was ich von den verschiedensten Seiten hörte, und insbesondere durch deine Aussage, wonach in der Zeitschrift nur die Sahne serviert wird. Doch diese Sahne ist für meine Begriffe nur eine halbe Wahrheit.
Wir kommen abends spät an Land und ich habe vollauf zu tun, mich um die Kinder zu kümmern, während Pauline eins nach dem anderen ins Bett bringt. Daher kann ich mich nicht erinnern, dass wir über deine Artikel gesprochen hätten, sodass ich von daher beeinflusst gewesen wäre. Außerdem habe ich „von Bord“ geschrieben, wo es am ehesten möglich war.
Abgesehen von alledem bin ich weiterhin der Meinung, dass wir all unseren Dienst in Wahrheit als für Gott tun müssen. Wir müssen die Dinge nehmen, wie sie sind (Realisten sein) und uns nicht nur an das ewige „Gut! Gut!“ halten. Denn Tatsache ist, dass allerlei vorkommt. Aber es bringt Schmach, ehrlich zu sein. Es ist so leicht, in den üblichen Fußspuren zu gehen, und zu sagen, dass alles sehr gut sei.
Den letzten Brief aus Arendal habe ich erhalten und ich kann mir schon vorstellen, warum du davon schreibst, dass Kraft – bewusste Kraft – nicht dasselbe ausrichtet wie Glaube. Doch ich glaube trotzdem an bewusste Kraft, denn unbewusste Kraft ist unregulierbar und gefährlich, zuerst in der Natur und danach im Geist. Das Himmelreich besteht in Kraft. Jesus war sich seiner geistlichen Kraft bewusst, ebenso Paulus. Alles von Gott muss ins Bewusste hinein. Kraft ohne Glaube existiert nicht. Und es ist keine leichte Sache zu beurteilen, was in Gottes Reich am besten wirkt. Denn von außen sieht es am besten aus, wenn die Saat auf den Felsen fällt und schnell aufgeht. Die Arbeit im Frühjahr bringt nicht sofort Frucht, man muss geduldig warten.
Dienstagmorgen, am 1. 11. um 9 Uhr wird die Kommandofahrt beendet und es wäre prima, wenn du dann nach Horten kommen könntest. Dann können wir uns die Dinge vorknöpfen, in denen wir nicht einig sind. Doch ich glaube, wir werden in diesen Dingen einig werden wie in allem bisher, wenn wir die Dinge erst einmal im Geist und mit dem Verstand erörtern können.
Mein Dienst in diesem Sommer hat darin bestanden, Befestigungen und hohe Anschläge zu zerbrechen und niederzureißen, die sich gegen Gottes Erkenntnis erhoben haben. Gott hat mich zu so einem Dienst gesetzt und ich muss ihn in Christi Gnade und Kraft ausführen. In dieser Sache steht es nicht in meiner Macht, etwas zu verändern. Frau Rasmussen freute sich darüber, dass sie nicht einen solchen Dienst hatte, aber ich danke Gott dafür. Herzlich willkommen! Schreibe, wann du kommst.
Dein in Christus ergebener Bruder
JohanGrüße Anthony und seine Frau.
