Gesammelte Schriften Band 1 • 1890 - 1911

Johan O. Smith

Brief an Aksel Smith, 30. Juli 1910

Gesammelte Schriften Band 1 • 1890 - 1911
Horten, 30. 7. 1910
Lieber Aksel,
Gnade und Friede von Gott durch Christus.

Danke für deinen lieben Brief. Es freut mich, dass du mit den Schauspielerinnen und Pastor Amli sprechen kannst. Wenn du im Geist bist und im Geist redest, wirst du von Gott Gnade bekommen, sie anzuleiten. Gegenüber solchen Menschen muss man sehr fest in der Liebe sein, denn während sie lächeln, machen sie ihre Beobachtungen. Sollen wir Pfeiler im Tempel Gottes sein, müssen sie sich auf uns stützen können und nicht wir uns auf sie. Gottes Volk braucht Anleitung und Anleitung gefällt ihnen, wenn sie verstehen, dass man ihr wahres Wohl vor Augen hat. Die Schauspielerinnen und vielleicht auch Amli haben es nötig, dass sie den Weg klar und deutlich gezeigt bekommen, sodass sie sich selbst darüber klar werden können, ob sie Feinde des Kreuzes Christi werden möchten oder ob sie den Weg gehen wollen.

Beachte den Unterschied zwischen Hebr. 9, 14 und Hebr. 13, 20.

1) Zuerst konnte Christus sich selbst kraft eines ewigen Geistes opfern.

2) Und danach konnte Gott kraft des Blutes eines ewigen Bundes den großen Hirten der Schafe, unsern Herrn Jesus, von den Toten heraufführen.

Das Blut wurde durch einen ewigen Geist geopfert. Dieses Blut war das Blut eines ewigen Bundes. Infolgedessen muss das schöne Werk Christi von Ewigkeit her in Gottes Herz gewesen sein. Nun ist Christus zu unserer Rechtfertigung auferweckt; und Gott hat ihn durch die Kraft des Blutes eines ewigen Bundes auferwecken können. Zu wissen, dass man in der Auferstehung Christi gerecht ist, ist eine Sache; dies zu verstehen, ist etwas anderes. Ich glaube, dass der Weg zu Verständnis hier begraben liegt. Denn wenn das Blut des Bundes ewig ist, dann muss die Sünde, die durch das Blut weggenommen wird, zeitlich begrenzt sein. Wenn nun Gott selbst dieses Blut zum Blut eines ewigen Bundes gemacht hat und kraft dessen Christus und uns mit ihm aus den Toten auferweckt hat, dann sind im Blut des ewigen Bundes Gottes gebundene Kräfte, die im Auferstehungsleben freigesetzt werden. Die Kraft, die der Geist entfaltet, um das Blut hervorzubringen, liegt also im Blut verborgen; denn Christus opferte sich selbst in der Kraft eines ewigen Geistes. Daher sind der Geist und das Blut eins. Das Blut ist die materielle Kraft Gottes, die in der Auferstehung Christi freigesetzt wird. Ebenso wie eine Pulverladung verborgene Kräfte enthält, enthält auch das Blut verborgene Kräfte.

Derselbe, der tötet, macht wieder lebendig.

Nur diese wenigen Zeilen. Hier geht alles gut. Grüße zuhause.

Dein Bruder im Blut und im Geist

Johan

Ist dies trüber Wein, so lass ihn stehen, bis er klar geworden ist, denn es ist schwierig, diese Dinge auszulegen.