(Maschinengeschrieben, Original fehlt)
danke für deinen lieben Brief, der davon zeugt, dass Gott dir Gnade gegeben hat, in der Welt des Geistes zu sein und zu empfinden. Mit dem Angesicht nach Jerusalem gewandt und dienend vor Gottes Angesicht, glaube ich, dass wir wunderbare Dinge von Gott lernen werden. Was du von geistlichen Charakteren erwähntest, waren kostbare Wahrheiten. Je vollkommener man wird, umso mehr werden die menschlichen Charakterzüge ausgelöscht und man offenbart nur Christus, ebenso wie Christus den Vater offenbarte. Oder auf andere Weise ausgedrückt:
„Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und an seiner Frau hängen, und die zwei werden ein Fleisch sein. Dies Geheimnis ist groß; ich deute es aber auf Christus und die Gemeinde.“ Eph. 5, 31 und 32.
Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns. Danach wurde Christus gerechtfertigt im Geist. Nun kommt zunächst der Geist zu uns, danach das Wort.
Das Wort entspricht dem Fleisch. Der Vater zieht zum Sohn, der Geist zieht zum Wort. Das Wort wurde Fleisch. Daher konnte Jesus sagen: „Mein Fleisch ist die rechte Speise.“ Jesu ganze Person war das Wort, d. h. sein Fleisch war das Wort. Was er redete, war Gottes Wort und sein ganzes Auftreten war Gottes Wille.
Wenn es nun heißt, dass Christus und die Gemeinde (die Braut) ein Fleisch sein sollen, dann bedeutet das, dass Gottes Wort zu Fleisch in uns geworden ist. Es geht nicht nur darum, ein Geist mit ihm zu sein, sondern auch ein Fleisch.
Durch Hören, Glauben und Gehorchen wird unser Leben so präzise, unsere Rede so vollkommen und unsere Umgangsweise so rein, als ob das Wort Fleisch geworden wäre.
Wenn das Wort Fleisch wird, gewinnt man auch ohne Worte, wie die Frau durch ihren reinen Wandel oder wie Jesus vor Pilatus, als er schwieg.
Hier kann man besser die Braut verstehen, wenn sie ein Fleisch mit Christus sein soll. Dieses Geheimnis ist groß, sagt Paulus, und wir können jetzt verstehen, wie sehr verborgen diese Wahrheit ist.
Also je mehr unser Fleisch das Wort geworden ist, desto mehr kommt Christi Charakter in uns zum Vorschein; genau wie du geschrieben hast, nur auf eine andere Weise erklärt und in der Schrift verankert.
Es geht nun auf Weihnachten zu und es wird herrlich sein, miteinander über die Dinge zu sprechen, die dem Herzen am nächsten liegen.
Herzliche Grüße von deinem Bruder
Johan