Wie groß ist er?
„lhn hat Gott zum Erben gesetzt über alles. Er ist der Abglanz seiner Herrlichkeit und das Ebenbild seines Wesens und trägt alle Dinge mit seinem kräftigen Wort und hat vollbracht die Reinigung von unseren Sünden und hat sich gesetzt zu der Rechten der Majestät in der Höhe.“
So groß ist er und er war der eingeborene Sohn Gottes. „Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“ Joh. 3, 16.
„Welcher, ob er wohl in göttlicher Gestalt war, nahm er’s nicht als einen Raub, Gott gleich zu sein, sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward gleich wie ein andrer Mensch und an Gebärden als ein Mensch erfunden.“ Phil. 2, 5-9. Dass er es nicht für einen Raub hielt, Gott gleich zu sein - er war ja der Alleinerbe - bedeutet, dass er Brüder haben wollte, die auch der göttlichen Natur teilhaftig geworden waren und die zusammen mit ihm erben sollten. Diese Möglichkeit - Erlösung - hat er geschaffen, während er hier auf Erden war, und nachdem er sie vollendet hatte, steht von ihm geschrieben: Und wiederum, da er den Erstgeborenen in die Welt einführt, spricht er: „Und es sollen ihn alle Engel Gottes anbeten.“ Hier sehen wir, dass er der Erstgeborene genannt wird.
Des Weiteren steht vom Sohn: „Gott, dein Thron währt von Ewigkeit zu Ewigkeit“, und: „Das Zepter der Gerechtigkeit ist deines Reiches Zepter. Du hast geliebt die Gerechtigkeit und gehasst die Ungerechtigkeit; darum hat dich, oh Gott, gesalbt dein Gott mit dem Öl der Freude wie keinen andern neben dir.“
Hier sehen wir, dass er Brüder hat, aber er ist der Erstgeborene und derjenige, der das Werk vollendet hat. das uns die Möglichkeit gibt, in Wahrheit seine Brüder zu werden. Dies war so groß für ihn, dass er gleich nach der Auferstehung von den Toten sagt: Gehe aber hin zu meinen Brüdern und sage ihnen: „Ich fahre auf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott.“ Joh. 20, 17.
Und wir lesen, wie begeistert er war, Brüder zu bekommen: „Ich will deinen Namen kundtun meinen Brüdern. Ich will dich in der Gemeinde rühmen.“ Und die Verse von den herrlichen Verheißungen, die er seinen Brüdern gibt: „Wer überwindet, dem will ich geben mit mir auf meinem Throne zu sitzen, gleichwie ich überwunden habe und mich gesetzt mit meinem Vater auf seinen Thron.“
Nun ist die Frage, ob wir es gleich groß sehen wie er, dass wir seine Brüder sind, ob wir alles in der Welt für Kot achten, um ihn zu gewinnen? Johannes gibt uns eine Ermahnung, die wir äußerst nötig haben: „Sehet, welch eine Liebe hat uns der Vater erzeigt, dass wir Gottes Kinder sollen heißen; und es auch sind!“ Es ist also kein Spaß, etwas, wie wir nur genannt werden sollen oder etwas, für das wir nur gehalten werden sollen. Nein, wir lasen: „Wer überwindet, - gleichwie ich überwunden habe.“ - Ja, wir sollen in Wahrheit seine Brüder sein, „darum kennt uns die Welt nicht, denn sie kennt ihn nicht.“ Haben wir diesen Beweis, können wir uns freuen. Im höchsten Grade brauchen wir diese Ermahnung: „Sehet, welch eine Liebe hat uns der Vater erzeigt!“ 1. Joh. 3, 1.
